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„Alte Säcke“ feiern mit Außensack und Gänsebraten

Oldie-Truppe von VT Union „Alte Säcke“ feiern mit Außensack und Gänsebraten

Der 12. November 1989 - drei Tage nur nach dem geschichts-trächtigen 9. November (Mauerfall) - war es, als in Groß Ilsede dem heutigen Seniorenwart der VT Union Groß Ilsede, Dieter Marquardt, anlässlich seines 50. Geburtstages bei seiner Feier von Tennisfreunden ein kleiner Jutesack ans Revers seines Jacketts geheftet wurde.

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Die alten Säcke beim Jubiläumstreff (stehend, von links): Fritz Vornkahl, Hans-Jürgen Rathe, Wolfgang Ziegler, Bruno Risthaus, Wolfgang Knoch, Manfred Forberg, Günter Klimaschka, Manfred Buss, Henning Reimers, Lutz Bertram, Horst Brandenberg, Wilhelm Fründ. Sitzend von links: Dieter Marquardt, Hans Gottschalk, Klaus Mesanke und Wolfgang Klusmann.

Er wurde zum „alten Sack“ ernannt - verbunden mit einer Urkunde, die sämtliche Rechte und Pflichten, die man mit diesem Status hatte, enthielt. Den Sack als Markenzeichen hatte man künftig bei allen „Sackveranstaltungen“ am Rockaufschlag zu tragen. „Anstelle des Bundesverdienstkreuzes“, heißt es in der Verleihungsurkunde.

18 Mitglieder, die meisten über 70 Jahre alt

Dieser von Klaus Mesanke initiierte Club der alten Säcke (kurz: CdaS) besteht inzwischen aus 18 Mitgliedern, von denen die meisten inzwischen bereits die 70 überschritten haben und bei runden Geburtstagen bereits die „Uraltsack-Würde“ erhalten haben. Gemeinsam haben sie, dass sie immer noch gern Tennis spielen, sogar der Älteste schwingt mit 85 noch hin und wieder das Racket. Ganz speziell ist der CdaS-Spieltermin. Die Säcke treffen sich im Winterhalbjahr nämlich jeden Samstagmorgen um sieben Uhr in Peine in der Jahnhalle zum Tennis. Von jüngeren Tennisfreunden wurde schon die „senile Bettflucht“ diagnostiziert.

„Von der Frühschicht auf den Heimatspeicher“ hieß es vor 13 Jahren in einem PAZ-Artikel über den CdaS - sollte heißen: mit dem Tennisspielen allein begnügen sich die alten Säcke nicht. Der „Heimatspeicher“ ist das Clubhaus der VT Union Groß Ilsede, in dem Frau Wirtin an jedem ersten Samstag im Monat ein leckeres Frühstück serviert, das nicht mit der letzten Tasse Kaffee endet.

Treffen mit Tennisfreunden aus Adenstedt zum Turnier

Die Geselligkeit ist dem Club mindestens genauso wichtig wie der Sport. Wanderungen, Boßeln, Braunkohl- und Spargelessen gehören zum Jahresprogramm der alten Säcke. Alljährlich trifft man sich im September auch gewissermaßen zum Abschluss der Sommersaison mit den Tennisfreunden aus Adenstedt zu einem gemeinsamen Turnier mit anschließendem Essen und Umtrunk.

Den 25. Geburtstag nahmen die alten Säcke jetzt etwas verspätet zum Anlass, um sich im Klubhaus zu einem leckeren Gänsebraten-Essen zu treffen und an die vergangenen schönen Jahre zu erinnern. Mit von der Partie war übrigens auch „Außensack“ Fritz Vornkahl, der die weite Anreise aus dem mecklenburgischen Tessin nicht scheute.

tz

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