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Absteiger: Gleitende Skala soll erhalten bleiben

Fußball-Arbeitstagung Absteiger: Gleitende Skala soll erhalten bleiben

Bei der "Sportpraktischen Arbeitstagung" des Fußball-Kreisverbandes Peine stellte Arminia Vöhrum den Antrag, die Absteigerzahl festzuschreiben und gegebenenfalls ein Jahr mit Überzahl zu spielen.

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Bälle und Erinnerungstafeln bekamen Vertreter der Meistermannschaften. Mit Ehrennadeln wurden verdiente Ehrenamtliche ausgezeichnet.

„Es war bis zum Saisonschluss nicht auszurechnen, ob wir absteigen oder nicht. Diese Unwägbarkeit passt unseren jungen Spielern nicht. Deshalb haben sie den Vorstand gebeten, diesen Antrag zu stellen“, begründete Klaus Goyer, stellvertretender Fußballobmann von Arminia Vöhrum, bei der Arbeitstagung des Fußball-Kreisverbandes die Eingabe seines Vereins. Er schlug vor, die Zahl der Absteiger in der Kreisliga festzuschreiben und bat die Vereinsvertreter, über diesen Vorschlag zu diskutieren.

Hintergrund: Kreisligist Arminia Vöhrum hatte nach einer katastrophalen Hinrunde eine glänzende Rückrunde gespielt. Die Mannschaft arbeitete sich auf den drittletzten Tabellenplatz vor. Bei zwei Regelabsteigern aus der Kreisliga eigentlich ein Nichtabstiegsplatz - wenn nicht mehr als eine Mannschaft aus dem Bezirk in die Peiner Kreisliga absteigt.

Als am Saisonende neben dem schon länger als Bezirksliga-Absteiger feststehenden SV Bosporus Peine auch noch Pfeil Broistedt hinab musste, wurde Arminia Vöhrum aufgrund der sogenannten gleitenden Skala ebenfalls zum Absteiger, damit die Zahl von 16 Mannschaften in der Kreisliga erhalten bleibt.

„Wir könnten ja ein Jahr mit Überhang spielen, und hätten dann im nächsten Jahr drei Absteiger“, schlug Goyer (kl. Bild) vor. „Darauf kann man sich einstellen.“

Der Spielausschuss-Vorsitzende Günter Brand lehnt eine 17-er-Staffel allerdings ab. „Dann haben wir 34 Spieltage, plus sechs Spieltage für den Kreispokal. Wann sollen wir die austragen?“, fragte er und verwies auf die häufigen wetterbedingten Platzsperren zwischen Oktober und April. Wochentagsspiele seien für viele Mannschaften ein Problem, und zudem komme man mit dem Spielbetrieb in anderen Klassen ins Gehege. „Ich könnte die Lösung mit einer festen Absteigerzahl mittragen, wenn wir die Staffeln auf 14 Mannschaften reduzieren.“

Diesen Schritt wollte allerdings die Mehrheit der sich zu Wort meldenden Vereinsvertreter nicht gehen, obwohl viele Verständnis für den Antrag hatten. „Wochentagsspiele sollten wir auf jeden Fall vermeiden“, sagte Volkmar Jedermann, Fußballobmann des TSV Dungelbeck. „Wenn demnächst mehr Mannschaften aus der Kreisliga absteigen, um auf 14 Mannschaften zu kommen, wird es Proteste aus der 1. und 2. Kreisklasse geben, weil es dann auch hier mehr Absteiger gibt“, prophezeite Michael Bark vom TSV Bodenstedt.

„Man kann sich auf die Regelung einstellen“

„Wir reden hier über ein Problem, das es nur alle vier oder fünf Jahre gibt“, wandte Max Hilkens ein. „Die Regelung gibt es, das weiß man - und kann sich darauf einstellen. Uns hätte es dieses Jahr ja auch treffen können“, sagt der Trainer des VfL Woltorf, der einen Rang vor Arminia Vöhrum die Saison abschloss.

Die Abstimmung ergab eine große Mehrheit für den Beibehalt der gleitenden Skala und des Spielbetriebes mit 16 Mannschaften in der Kreisliga. Brand und Kreisverbands-Chef Josef F. Hanke wiesen darauf hin, dass die Abstimmung keine rechtliche Bedeutung hat. Denn die Versammlung sei nur eine Arbeitstagung, und laut Satzung entscheide ohnehin der Kreisverbands-Vorstand über die Staffelstärke. Brand: „Es ging darum, ein Meinungsbild zu bekommen.“

mp

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