Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
9:7-Nervenschlacht: Berkum gewinnt Derby

Tischtennis-Landesliga 9:7-Nervenschlacht: Berkum gewinnt Derby

Imposante 4:35 Stunden duellierten sich die Tischtennis-Landesligisten Berkum und Vechelde im Kellerduell. Beim Stand von 7:7 hatten die gastgebenden Arminen den so wichtigen Derby-Sieg bereits zum Greifen nahe, führten sie in den letzten beiden Partien doch schon mit 2:0 nach Sätzen.

Voriger Artikel
Gegner erwischt Sahnetag
Nächster Artikel
Ein Lauf: HSG Nord II ärgert auch Eintracht

Berkums „Mister Fünfsatz“: Lukas Duda.

Quelle: Ralf Büchler

Doch erst schaffte Berkums Lukas Duda eine furiose Aufholjagd und dann auch noch das TTC-Schlussdoppel. 9:7-Nervensieg auf der Zielgeraden!

„Das war der Hammer. Dafür spielt man Tischtennis“, bilanzierte Berkums „Mister Fünfsatz“ Lukas Duda. Kapitän Sascha Henke pflichtete ihm bei: „Das war Adrenalin pur!“ Und Vecheldes Spitzenspieler Josef Rempe bedauerte: „Die Chancen zum Sieg waren da. Leider haben wir von sechs Fünfsatz-Spielen nur eines gewonnen.“ Eine positive Seite habe das Derby aber gehabt: „Es war ein packendes und hochklassiges Derby mit Ball-Rallyes auf hohem Niveau. Kein Zuschauer dürfte bereut haben, dass er vorbeigeschaut hat.“

Arminia Vechelde - TTC Berkum 7:9 (34:30). In diesem Abstiegskampf-Derby knisterte es gewaltig: „Die Atmosphäre war schon sehr hitzig“, schilderte Berkums Nummer sechs Lukas Duda. Beide Teams benötigten schließlich dringend Punkte für den Klassenerhalt. Und die sammelten vor rund 50 Fans zunächst die Vechelder, die fast alle drei Doppel gewonnen hätten. Doch Berkums Spitzendoppel mit Sascha Henke und Jens Obst schaffte gegen Josef Rempe und Mirko Quoll nach 1:2-Satzrückstand noch die Wende. „Das war ganz wichtig, ein 0:3 nach den Doppeln wäre nicht mehr aufzuholen gewesen“, war sich Duda sicher.

Danach kam Aufsteiger TTC besser in Fahrt. Kapitän Henke feierte nicht nur seinen 37. Geburtstag, sondern auch zwei Einzelsiege. „Sascha war gut drauf, er hat sich super bewegt“, lobte Teamkollege Duda. Beim 3:1 gegen Klaus Kotke raubte Henke seinem Gegner mit wirkungsvollen Rückhand-Aufschlägen den Nerv. Beim 3:2 im Duell der Spitzenspieler lieferte er sich mit Vecheldes Rempe hochklassige Topspin-Duelle.

Jan Fichtner spielt zwar Fußball für Arminia, doch Tischtennis für den TTC - und da verteilte er keine Geschenke an seinen anderen Klub und blieb ebenfalls ungeschlagen im Einzel.

Als „Mister Fünfsatz“ hatte Berkums Lukas Duda am Ende großen Anteil am 9:7-Zittererfolg seines Teams. Zunächst stoppte er seine Negativserie gegen Thomas Schiffner. Nach 0:1-Satz-Rückstand wehrte er im zweiten Durchgang einen Satzball ab. „Danach habe ich meine Lockerheit gefunden, das war ein Schlüsselspiel für unseren Sieg“, kommentierte Duda den 3:2-Krimi.

Arminia-Youngster Thore Richter war am Ende Vecheldes Pechvogel. Gegen Lukas Duda verlor er nach 2:0-Satzführung noch, vergab dabei im vierten Satz sogar einen Matchball. Doch Lukas Duda biss sich nach seinem Aufschlagfehler zum 9:10 noch zum 12:10 und gewann auch Durchgang fünf. „Schade, denn Thore hat sein bestes Spiel für uns abgeliefert“, lobte Teamkollege Rempe, der sich nicht daran erinnern konnte, schon einmal ein Spiel nach Sätzen deutlich gewonnen und am Ende doch verloren zu haben.

Spiele: Klaus Kotke/Thore Richter - Jan Fichtner/Lukas Duda 3:0, Josef Rempe/Mirko Quoll - Sascha Henke/Jens Obst 2:3, Rainer Lindigkeit/Thomas Schiffner - Benjamin Weiß/Fabian Spatz 3:0, Rempe - Obst 1:3, Kotke - Henke 1:3, Lindigkeit - Weiß 3:1, Quoll - Fichtner 1:3, Schiffner - Duda 2:3, Richter - Spatz 3:0, Rempe - Henke 2:3, Kotke - Obst 3:0, Lindigkeit - Fichtner 0:3, Quoll - Weiß 3:0, Schiffner - Spatz 3:2, Richter - Duda 2:3, Kotke/Richter - Henke/Obst 2:3.

SSV Neuhaus II - Arminia Vechelde 4:9 (19:31). Der Knoten ist geplatzt: Erstmals in dieser Saison gewannen die Vechelder alle Doppel und legten damit den Grundstein zum Sieg im Kellerduell. „Unsere neu formierten Doppel haben gefruchtet, das war ein toller Auftakt“, stellte Arminia-Spitzenspieler Josef Rempe erfreut fest. Erfolgreichster Vechelder war Mirko Quoll mit zwei Einzel- und einem Doppelerfolg. „Mirko hat unglaublich sicher und hart gespielt“, lobte Teamkollege Rempe. Vor allem der Fünfsatz-Erfolg beim 3:2-Zwischenstand für Vechelde gegen Fabian Beyer sei wichtig für den weiteren Spielverlauf gewesen.

Die Vechelder gaben damit den letzten Platz ab, haben aber noch drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. „Jetzt sind wir wohl auf Schützenhilfe angewiesen“, ahnt Rempe.

Spiele: Stefan Kohl/Fabian Beyer - Josef Rempe/Mirko Quoll 1:3, Alexsey Arunov/Dominik Haag - Klaus Kotke/Thore Richter 0:3, Waldemar Kurganski/Marcel Kaufmann - Rainer Lindigkeit/Thomas Schiffner 1:3, Kohl - Kotke 3:1, Arunov - Rempe 3:1, Beyer - Quoll 2:3, Kurganski - Lindigkeit 3:1, Haag - Richter 1:3, Kaufmann - Schiffner 1:3, Kohl - Rempe 3:1, Arunov - Kotke 0:3, Beyer - Lindigkeit 0:3, Kurganski - Quoll 1:3.

 cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine