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5,11 Meter! Robin Pieper fliegt zum Titel

Stabhochsprung 5,11 Meter! Robin Pieper fliegt zum Titel

Für den entscheidenden Versuch spornte der Hallensprecher in Hamburg das Publikum an, und als Robin Pieper seine Hände hob und zum rhythmischen Klatschen bat, machten alle mit.

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Robin Pieper

Quelle: hoe

Die lautstarke Unterstützung hat dem Stabhochspringer der LG Peiner Land bei der Norddeutschen Meisterschaft Flügel und den Titel verliehen. In seinem letzten Versuch flog er regelrecht über die Höhe von 5,11 Meter und krönte seinen Auftritt mit einer deutschen Jahresbestleistung.

5,10 Meter hatte Pieper schon einmal überquert, doch so hoch war der 18-Jährige noch nie gesprungen. „Ich hatte gespürt. dass ich die Höhe drauf habe, bis 5 Meter hatte ich schließlich alles im ersten Versuch gemeistert“, sagte der frisch gekürte Sportler des Jahres des TSV Edemissen zufrieden nach seinem Rekord-Sprung.

Als der Rest des Feldes sich längst verabschiedet hatte, pushten sich Julius Stracke vom Athletik Team Hamburg und Robin Pieper im Titelduell zu Höchstleistungen. Stracke stieg bei 4,60 Meter, Pieper bei 4,70 Meter ein. Auch die Höhe von 4,90 Meter meisterten beide noch im ersten Versuch. Für Stracke war anschließend Schluss. Doch Robin Pieper überwand auch die 5 Meter. Tolle Atmosphäre, kein lästiger Wind - der Meinersener wollte es wissen und ließ die Latte danach auf 5,11 Meter auflegen. Sechs verschiedene Stäbe hatte er im Gepäck, mit seinem härtesten 4,90 Meter langen Stab wollte er die Höhe knacken. Zwei Versuche gingen schief. „Die Höhe war immer da, aber der Ständer-Abstand der Hochsprunganlage hat noch nicht gestimmt“, erläuterte Pieper.

Im dritten Anlauf passte es. „Das war ein super Sprung, mein Betreuer war sich sicher, der hätte auch für 5,20 Meter gereicht“, freute sich Pieper, der nun als Favorit in 14 Tagen zu den Deutschen Hallenmeisterschaften nach Sindelfingen fährt. „Eine ungewohnte Rolle, ansonsten war ich ja eher der Außenseiter“, erinnert Pieper an seinen überraschenden Titel-Coup im Jahr 2012. „Aber ich bin in einer sehr selbstbewussten Verfassung, ich glaube, mich pusht das eher.“

Was ihn außerdem antreibt: Mit dem Titel im Gepäck dürfte er das Nationaltrikot überstreifen und Deutschland bei einem Länderkampf gegen Italien vertreten. „Das wäre schon cool.“

Übrigens: Die Norm für die U20-Weltmeisterschaft im Juli in den USA beträgt 5,10 Meter. Obwohl Pieper jetzt einen Zentimeter höher sprang, gilt das nicht. „Die Höhe muss ich in der Freiluft-Saison gesprungen sein“, erläutert Pieper.

cm/hoe

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