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350 Pferde und 150 Helferstellen

Woltorfer Dressurtage 350 Pferde und 150 Helferstellen

Wer mit den Begriffen Piaffe (das Traben auf der Stelle), Galopp-Pirouette (mit den Vorderbeinen galoppiert das Pferd um seine eigene Achse) oder auch Traversale (Seitwärtstreten) nichts anfangen kann - dieses Wochenende gibt es Nachhilfeunterricht. Von heute bis zum Sonntag werden die Woltorfer Dressurtage ausgetragen.

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Sarah Lauenstein-Bosse bei der S-Kür. Sie gewann vergangenes Jahr den Publikumspreis.

Der Eintritt ist kostenlos. Dennoch wird den Besuchern an der Vechelder Straße Dressursport vom Feinsten geboten, und das mit vielen Erläuterungen über Mikrofon. Auf der Reitanlage von Johannes Lieberg und vom benachbarten Woltorfer Reitverein werden 350 Pferde zu sehen sein - und die schwierigsten Prüfungen. Nicht nur aus der Region und aus Niedersachsen kommen die Reiter angereist, auch aus Hessen, Schleswig-Holstein und Hamburg.

„Wir zeigen das, was bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften gefordert wird“, sagt der Pferdewirtschaftsmeisters und einstige Berufsreiter Johannes Lieberg. Das geschieht beim Grand Prix, der am Sonntag um 14 Uhr beginnt. Etwas leichtere Prüfungen sind beim Kurz-Grand-Prix ab 15.15 Uhr zu sehen. Die Einlaufprüfung ist Sonnabend ab 9 Uhr.

Lokalmatador Dr. Wolfgang Westenhöfer (RFV Hohenhameln) ist dabei, ebenso Vorjahressiegerin Iris Scheminowski vom RV Linderte, die im vergangenen Jahr erfolgreichste Starterin bei den Woltorfer Dressurtagen war.

So viele Nennungen wie noch nie verzeichneten die Organisatoren - Johannes Lieberg und der Verein Sportreiter Peiner Land - bei der „normalen“ S-Dressur, die am Sonnabend um 12.15 Uhr beginnt. Die besten Zwölf daraus starten um 18 Uhr in der Kür. Hier können die Teilnehmer nicht nur den Wettbewerb gewinnen, sondern auch den Publikumspreis. Stimmzettel werden verteilt, und ein Publikumsliebling wird gekürt.

Der Turnier-Chef wird zuvor erklären, wie zum Beispiel fliegende Galoppwechsel geritten werden sollten. Dieses Wissen können die Besucher gleich nutzen, müssen es aber nicht. Da der persönliche Eindruck und nicht die technisch saubere Ausführung entscheidet, muss der Publikumssieger nicht auch der Wettbewerbssieger sein.

Vergangenes Jahr traf Lokalmatadorin Sarah Lauenstein-Bosse mit dem damals zehnjährigen Hannoveraner Wallach Eastwood den Nerv bei den Zuschauern. Mit Abstand wurde das Paar zum Publikumsliebling des Abends gewählt. Aber auch die Kür von Magdalena Preisler und der Stute La Cinderella, die vor einigen Jahren ihr rechtes Auge verloren hatte, begeisterte. Lauenstein-Bosse ist dieses Wochenende wieder dabei, ebenso Gloria Skibba aus Solschen und Dr. Westenhöfer mit einem zweiten Pferd.

„Den Zuschauern wird eine Menge geboten“, verspricht Lieberg, der seit Wochen mit der Organisation beschäftigt ist. Zwei große Reit-Vierecke (20 mal 60 Meter) mussten mit neuem Sand befüllt und hergerichtet werden, insgesamt 150 Helferstellen waren zu besetzen. „Sicher war das alles viel Arbeit, aber es macht auch Spaß“, sagt der 63-Jährige.

Die Helfer für Schreibarbeiten, Startertafeln, Rechner-Bedienung oder auch Kaffee-Ausschank zu finden, war gar nicht schwer. „Es waren sofort alle bereit, mitzumachen“, sagt Lieberg, der auch auf die Unterstützung des Woltorfer Reitvereins zählen kann. Und auch den Termin für die Dressurtage hat er hervorragend hinbekommen: Nach dem Schmuddelwetter zuletzt soll es rechtzeitig zu den Dressurtagen trocken bleiben und sonnig werden. Perfekte Voraussetzungen für Reiter und Zuschauer.

Die Zeiteinteilung:

Heute:
9, 11.30 und 14 Uhr: Dressurprüfung Kl. A**
13, 16 und 16.45 Uhr: Dressurprüfung Kl. L

Sonnabend:
9 Uhr: Dressurprüfung Kl. S***
10 und 13.30 Uhr: Dressurprüfung Kl. L**
12.15 Uhr: St. Georg Spezial 18 Uhr: S*-Kür

Sonntag:
9 Uhr: Dressurprüfung Kl. M*
11.30 und 14.15 Uhr: Dressurprüfung Kl. M**
12 Uhr: Dressurprüfung Kl. S*
14 Uhr: Grand Prix de Dressage
15.15 Uhr: Kurz-Grand-Prix

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