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3:3 - Flotte Neun verspielt die Bronze-Chance

Kegel-Bundesliga der Frauen 3:3 - Flotte Neun verspielt die Bronze-Chance

Es war alles andere als ein Spaziergang, den die Peiner Bundesliga-Keglerinnen der Flotten Neun gegen zwei Abstiegskandidatinnen absolvieren mussten. Zwar hatte das Team in der Sportanlage Fair Play in Hennigsdorf (nördlich Berlin gelegen) seit 2008 siebenmal gewonnen und nur einmal knapp verloren, aber an diesem Sonntag wurde nach „neuen“ Regeln gespielt.

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Karin Deyerling trug mit ihrer Leistung maßgeblich dazu bei, dass Flotte Neun gegen den KSV Altdöbern mit 3:0 gewann. In der zweite Partie gegen Hansa Berlin unterlagen die Peinerinnen jedoch mit 0:3.

Quelle: rb

Die abstiegsgefährdeten Teams aus Altdöbern und von Hansa Berlin spielten „Alles oder Nichts“ und kämpften vehement um den Klassenerhalt. Die Peinerinnen wurden auf komplizierten Bahnen gefordert und erreichten nur mit viel Glück ihr Minimalziel: ein 3:3.

Flotte Neun Peine - KSV Aldöbern 1992 5237:5199 (3:0/ 43:36). Von Beginn an entwickelte sich eine enge Partie auf Augenhöhe. Mit vier Holz hatte die Peiner Startachse das Nachsehen, und nach der Mittelachse waren es immer noch drei Holz. Die Schlussachse der KSV spielte danach auf gutem Niveau weiter, doch für die Peinerinnen zeigte Karin Deyerling nachdrücklich, wo die Siegpunkte liegen. Sie holte 33 Holz zurück, und auch Kerstin Falldorf kontrollierte ihre Gegenspielerin zum beruhigenden 3:0.

Ergebnisse: Lohmann (874:853), Hadrys (858:883), Ortmann (857:870), Wichmann (867:853), Falldorf (878:870), Deyerling (903:870).

Flotte Neun Peine - FE 27/Hansa Berlin 5138:5140 (0:3/37:41). Hoffnung auf den Klassenerhalt keimte bei Hansa nach dem 3:0 gegen Oberschöneweide auf. Erneut mussten sich die Peinerinnen einem Kampf auf Augenhöhe stellen, der sie zunächst mit vier Holz in Führung brachte.

Doch dann stockte ihr Kugelfluss auf unerklärliche Weise mit zahlreichen Fehlwürfen. Hansa wendete das Spiel, übernahm selbst die Führung mit 13 Holz und verteidigte den Vorsprung gegen die bewährte Peiner Schlussachse, die sich am Ende mit drei Holz und 0:3 Punkten gegen die Berlinerinnen geschlagen geben musste.

Ergebnisse: Lohmann (863:848), Hadrys (855:866), Dalibor/Ortmann (841:867), Wichmann (849:840), Falldorf (844:866), Deyerling (886:853).

Der Peiner Frontfrau Sandra Lohmann fehlten nach der Partie gegen Hansa die passenden Worte: „Zu diesen Sch…-Bahnen fällt mir nichts ein“, schimpfte sie. Und auch Team-Chefin Gabi Beckmann stimmte ihr zu: „Auch die wortgewandten und stimmgewaltigen Betreuer waren sprachlos.“ Aufgrund des 3:3 hat die Peiner Flotte Neun (20:10) nur noch eine rechnerische Chance auf Bronze.

Vorentscheidungen sind auch in Sachen Meisterschaft gefallen. Ellerbek/Kiel (25:5) fehlt nur noch ein Punkt zum ersten Titelgewinn, Verfolger Rendsburg (20:10) hat sich durch zwei Niederlagen aus dem Rennen um Gold heraus gekegelt, Nine Pin Hamburg (23:7) und GW Cuxhaven (22:8) sollten Silber und Bronze unter sich ausmachen.

Am Tabellenende hat der ehemalige Deutsche Meister FE27/Hansa Berlin durch ein erhofftes großes Wunder mit zwei Siegen schon fast den Klassenerhalt geschafft. Am 9. April fallen in Delmenhorst die Entscheidungen über Gold, Silber, Bronze und den zweiten Absteiger. Fest steht dagegen schon, dass Nine Pin Hamburg II den Gang in die zweite Liga antreten muss.

hst

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