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25 Jahre täglich im Hallenbad

Wassergymnastik 25 Jahre täglich im Hallenbad

Mit Präsenten  wurde gestern Herbert Spötter verabschiedet. Er hat sich die Auszeichnung verdient.  Mehr als 25 Jahre leitete er ehrenamtlich die Wassergymnastik im  Peiner Hallenbad.

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Heinz Spötter in seinem Element. Über 25 Jahre leitete er ehrenamtlich die Gymnastik.

Heiligabend wird Herbert Spötter 90 Jahre alt. „Ewig kann man nicht so aktiv bleiben“, sagte er gestern. Bei der Weihnachtsfeier der unabhängigen Gymnastikgruppe überreichte Horst Asche Blumen und bedankte sich imNamen der 37 Gäste für Spötters Einsatz. Auch Carsten Nothvogel vom Hallenbad-Betreiber Stadtwerke würdigte das Engagement Spötters. Der hatte sich vor einiger Zeit zurückgezogen, als seine Frau Erika operiert werden musste.

Täglich von Montag bis Freitag hatte Herbert Spötter zuvor im Hallenbad die Wassergymnnastik geleitet. Mehr als ein Viertel-Jahrhundert. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, lobte Asche, der 1994 zu der Gruppe stieß. „Damals hatte ich schon einen Termin für eine Knie-Operation. Dank der Wassergymnastik konnte ich ihn absagen. Heute kann ich wieder Walken.“

Gesundheitliche Probleme waren auch bei Spötter der Ursprung für sein Engagement. Mit knapp 50 Jahren hatte er mehrere Infarkte erlitten. Später kam er zur Kur auf die Halbinsel Mettnau am Bodensee. Hier lernte er den Sportmediziner Professor Dr. Adolf Drews kennen, der den therapeutischen Ansatz „Heilung durch Bewegung“ konsequent umsetzte. Spötter fuhr nun regelmäßig nach Mettnau und kannte dadurch das Programm der sportlichen Übungen. Und als Drews ihm empfahl, auch zu Hause sportlich aktiv zu sein, startete der Peiner im Hallenbad mit seiner privaten Wassergymnsatik.

Er blieb jedoch nicht unbeobachtet, und als neugierige Schwimmerinnen fragten, ob sie mitmachen können, war das die Geburtsstunde der „Selbsthilfegruppe Wassergymnastik“. Die Gruppe wuchs auf rund 40 Personen an. Werktäglich kamen – und kommen heute noch – rund 10 bis 15 Personen, um von 9 bis 9.45 Uhr im Hallenbad Gymnastik zu betreiben. „Das ist kein Larifari, sondern anstrengender Sport“, sagt Asche, der Spötter als Leiter abgelöst hat, als dieser wegen einer Operation nicht mehr teilnehmen konnte.

„Alleine, so wie Herbert, schaffe ich das aber nicht“, sagte Asche. Er ist montags, mittwochs und freitags im Bad, dienstags und donnerstags hat Jürgen Heintzen das Kommando. Und wenn einer der beiden mal verhindert ist, leitet Erika Häusler die Gymnastikgruppe.

Eins aber bleibt auch nach der Ära Spötter: Die Wassergymnastik-Gruppe bleibt freiwillig und ohne Vereinsbindung.

mp

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