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24 Sprühdosen, 16 Stunden: Jahns Fußballer bringen viel Farbe ins Spiel

Graffiti-Kunst 24 Sprühdosen, 16 Stunden: Jahns Fußballer bringen viel Farbe ins Spiel

Als die Fußballer des MTV Vater Jahn Peine die Fassade ihres Vereinsheims neu gestalten wollten, sprühten sie nur so vor Ideen. Das Ergebnis ist schön bunt und kreativ. Alexander Schmidt hat mehrere Graffiti an die Wand gezaubert - und damit für einen echten Hingucker im Peiner Fußball gesorgt.

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Der Künstler auf der Leiter: Alexander Schmidt (oben) hat das Kunstwerk gesprüht, Torsten Damke (links) und Jahn-Fußball-Obmann Olaf Schabelski gefällt es richtig gut.

Quelle: Christian Meyer

So viele Farbtupfer wie an der Fassade ihres Sportheims hätten Jahns Kreisliga-Fußballer jüngst auch im Spiel bei ihrer 1:8-Pokal-Pleite gegen den klassentieferen TuS Fortuna Oberg gebrauchen können. Mit 24 Sprühdosen hat Alexander Schmidt jubelnde Fans, Flutlicht-Lampen, einen Heißluftballon oder ein Fußball-Stadion an die Wand gebracht. Den „Jahn“-Schriftzug hat er pfiffig als Fußball-Taktik-Tafel dargestellt. Ein Bär hält eine Sprühdose in der Hand und es scheint so, als wäre er es gewesen, der das Gründungsjahr 1862 an die Wand gesprüht hätte.

Er war es aber nicht, sondern ein guter Freund von Jahns Fußball-Abteilungsleiter Olaf Schabelski. „Ich kenne Alex schon seit vielen Jahren und habe gleich an ihn gedacht. Er hat auch im Zimmer meines Bruders ein Graffiti gesprüht. So eine Graffiti-Wand ist doch viel besser, als da einfach nur Farbe draufzuklatschen“, findet Schabelski.

Alexander Schmidt skizzierte seine Ideen mit Bleistift und Papier. Und brachte die Bilder in nur 16 Stunden mit wasserfester Sprühfarbe dann an die Wand. Dass er fast drei Jahre lang kein Graffito mehr gesprüht hatte, war kein Problem. „Das ist wie Radfahren, das verlernt man auch nicht mehr“, sagt der ehemalige Fußballer von Blau-Weiß Schmedenstedt und des SV Bosporus Peine. Von 8 bis 80 - den Jahnern gefiel das Farbenspiel an ihrem Sporthaus, bei dem unter anderem auch die vielen Vereinslogos aus der mehr als 150-jährigen Klubgeschichte zu sehen sind. Selbst die starke Gewichtheber-Abteilung, die auch am Jahn-Platz die Hanteln stemmt, wurde von Alexander Schmidt berücksichtigt.

Einige Fußball-Kinder waren übrigens so begeistert, dass Jugendcoach Oliver Henke kurzzeitig Motivationsprobleme bei einer Übungseinheit hatte. „Die Kinder haben mehr bei mir zugeguckt, als zu trainieren“, erzählt Schmidt und schmunzelt. Die Graffiti-Kunst entzückte auch Jahns Fußball-Pressewart Torsten Damke. „Ich finde, es ist sensationell geworden. Statt einer blöden blauen Wand, haben wir jetzt einen echten Hingucker. Für mich symbolisiert das auch den neuen Schwung, den wir in unsere Abteilung derzeit bekommen“, sagte er.

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