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235 von 236 Stimmen: Buhmann übernimmt

Kreis-Fußball-Tag 235 von 236 Stimmen: Buhmann übernimmt

Der Wunschkandidat des Vorgängers hat das Rennen gemacht: Hans-Hermann Buhmann heißt der sechste Vorsitzende des Peiner Fußball-Kreisverbands seit dessen Gründung 1946.

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Der neue Kreis-Chef Hans-Hermann Buhmann übergab seinem Vorgänger Josef F. Hanke unter anderem einen Blumenstrauß.

Quelle: Christian Meyer

Die Vereinsvertreter kürten den 49-Jährigen aus Oberg Samstag beim Kreisfußball-Tag im Saal der Peiner Schützengilde zum Nachfolger des Vöhrumers Josef F. Hanke. Von 236 Stimmen erhielt er 235, nur eine Enthaltung gab es. Sogar einstimmig war das Votum, Hanke nach Hennig Hofmann zum zweiten Ehrenvorsitzenden des Fußball-Kreisverbands zu ernennen.

Die Vereinsvertreter erhoben sich von den Plätzen und spendeten zum Abschied lange anhaltenden Applaus für Hanke, der das Amt des Vorsitzenden gleich 23 Jahre ausgeübt hatte - Rekord! „Mit Ovationen im Stehen verabschiedet zu werden - mehr kann man sich doch kaum wünschen“, sagte der 74-Jährige, der auf seinen Funktionärsruhestand nach der Sitzung mit einem gut gekühlten Gläschen seines Lieblingsschnapses Steinhäger anstieß. Hanke wirkte erleichtert, freute sich über Abschiedsgeschenke seiner Vorstandsmitglieder, die ihn mit einer Schiedsrichter-Pfeife aus Holz, einem FC-St.-Pauli-Trikot und einem Strauß Blumen für seine Ehefrau Waltraud überraschten. Und als besonderes Schmankerl überreichte der Vizepräsident des Landesfußball-Verbands (NFV), Egon Trepke, Hanke auch noch die höchste Auszeichnung des NFV: die goldene Ehrennadel.

Auch das Lob der Ehrengäste ging runter wie Öl. „23 Jahre Vorsitzender, das ist eine unfassbare Leistung. Ich glaube, das macht ihnen so schnell keiner nach“, sagte etwa die stellvertretende Landrätin Doris Meyermann. Hildesheims Kreisvorsitzender Detlef Winter schätzte die „immer konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit mit einem Menschen, der weiß Gott nicht aalglatt war und nicht nur Entscheidungen traf, die allen genehm sind.“ Ja, auch mal kantig sein und nicht nur alles durchwinken - das sei Leitfaden seiner Arbeit gewesen, bestätigte Hanke prompt gerne. „Sie kennen mich offenbar gut.“ 23 Jahre Vorsitzender des Fußball-Kreisverbands - damit übertraf Hanke sogar noch die beeindruckende 21-Jahre-Marke von Hennig Hofmann (1960 bis 1981). Seinem Nachfolger wünschte er alles Gute und scherzte: „Er braucht ja nicht so lange zu machen wie ich - 20 Jahre reichen auch.“

Vom Stellvertreter zum Chef: Nach drei Jahren Einarbeitungszeit im Vorstand hat Hans-Hermann Buhmann nun den Vorsitz übernommen. Der Vertriebsleiter einer Krankenkasse ist ein Fußball-Kenner, er arbeitete bereits als Jugend- und Herrentrainer, spielte lange selber Fußball, bis es im Hacken zwickte. Mitglied ist er im TSV Fortuna Oberg. Buhmann skizzierte kurz einige Aufgaben, die er anpacken will. So solle zum Beispiel das Thema Schulfußball wiederbelebt werden, Buhmann ist optimistisch, schnell einen Referenten dafür zu finden. Eine andere Aufgabe dürfte die Suche nach einem Partner für eine Zusammenarbeit auf Verbandsebene sein. Denn der Verband fordert für die Zukunft Fußball-Kreise mit 600 spielenden Mannschaften. In Peine sind es derzeit rund 450. Auch NFV-Vizepräsident Egon Trepke betonte in seiner Rede: „Ich denke, es ist zwingend erforderlich, sich darüber Gedanken zu machen, mit welchen Nachbarkreisen man über Fusionen reden möchte.“ Vielleicht kommen Buhmann da schon ein paar Ideen während seines Rad-Urlaubs. Mit seinem Neffen radelt er seit gestern unter anderem dem Main-Radweg entlang.

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