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186 Radler schmoren in der Fischteich-Hölle

Peiner Mountainbike-Rennen 186 Radler schmoren in der Fischteich-Hölle

Die Liste an Lobes-E-Mails war am Ende fast so lang wie das Flatterband, mit dem die Eulenexpress-Mountainbiker aus dem Peiner RSC Wanderlust die Strecken für ihre „Fischteichhölle“ abgesteckt hatten. Ein großer Erfolg war das erste Mountainbike-Rennen im Peiner Land.

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Steil bergab ging es in der Kieskuhle.

186 Radsportler strampelten bei der Premiere durch tiefen Kieskuhlen-Sand, bretterten über Waldwege und Trampelpfade zwischen Bülten und Handorf und rauschten durch Ufergewässer von Angelteichen. Der Peiner Fabian Zeller stellte danach verzückt fest: „Jetzt weiß ich, warum ich mir ein Mountainbike gekauft habe.“

Nein, mit so einer überwältigenden Resonanz hatten die Eulenexpress-Mountainbiker nicht in ihren kühnsten Träumen gerechnet. „Als wir in der Voranmeldung die 70-Starter-Marke erreicht hatten, waren wir schon super glücklich. Dafür brauchen andere Veranstaltungen Jahre“, merkte Organisator Frank Eggert an. Doch es kam noch besser. Auf 125 Moutainbiker wuchs die Zahl, die sich vorab per Internet angemeldet hatten. „Für den Renntag hatte ich dann großzügig noch 50 Nachmelde-Zettel ausgedruckt“, erzählte Eggert. Doch die reichten nicht.

125 Erwachsene und 61 Jugendliche und Kinder wollten es letztendlich mit der „Fischteichhölle“ aufnehmen. Und nicht nur Mountainbiker Henning Hotopp stellte danach fest: „Das Rennen trug den passenden Titel.“

Dass sie selbst im Flachland Peine so ins Schwitzen kommen, damit hatten die wenigsten Teilnehmer gerechnet. Doch die Pistenbauer der Eulenexpress-Mountainbiker hatten listige Passagen zusammengestellt: In der „Kieskuhle des Grauens“ mussten sich die Fahrer durch tiefen Sand kämpfen. „Das kostete richtig Kraft“, betonte Organisator Eggert. In der „Fischteich-Wadenhölle“ bremste Wasser die Mountainbiker aus, am „Schildkröten-Hügel“ mussten sie mit technischem Geschick über einen Sandhaufen strampeln oder an „Eggis geiler Rampe“ kurze aber knackige Anstiege in U-Form um einen Baum klettern. Die fehlenden Berge hatten die Peiner so allemal ausgeglichen. Denn: „Bei uns gab es keinerlei Möglichkeit, es einfach mal nur rollen zu lassen“, verdeutlichte Eggert.

Die Peiner kamen mit den Bedingungen gut zurecht und fuhren gleich mehrfach aufs Podest. Evelyn Behre gewann den 20-Kilometer-Sprint (1:06,53 Stunden), Frank Eggert (0:56,47), Max Müller-Marhenke (0:58,47), Norbert Behrla (1:04,00) und U17-Youngster Benedikt Bürmann (0:52,09) siegten auf der gleichen Distanz in ihren Altersklassen. Simone Gutsmann fuhr auf der Mittelstrecke über 50 Kilometer auf Rang zwei (2:50,13). Bei den Peiner Nachwuchstalenten überzeugte vor allem Joey Buchwald mit einer starken Zeit. Er donnerte über sechs Kilometer in 21:14 Minuten zu Silber.

Doch nicht nur über das tolle Abschneiden seines Klubs freute sich Organisator Frank Eggert, sondern auch über die Gänsehaut-Stimmung an der Strecke. Vor allen an der Menschengasse am Uferpfad brodelte es regelrecht: „So ungefähr muss sich Alp d’Huez anfühlen“, schwärmte Eggert.

Der Peiner Ingmar Koch war am Ende nicht der Einzige, der sich eine Wiederholung für 2016 wünschte: „Da kommt ihr nicht drum herum“, lobte er die Mountainbike-Eulen, die alle tatkräftig angepackt hatten. Und nicht nur das: „Unsere Helfer hatten sogar noch Bekannte mitgebracht. Das Team hat super funktioniert“, lobte Ober-Eule Eggert.

Alle Ergebnisse, viele Bilder und weitere Berichte gibt es auf der Internetseite des Veranstalters: www.fischteichhoelle.de.

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