Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
17 Gesamtschüler werden Fußball-Trainer

Fußball-Kreisverband 17 Gesamtschüler werden Fußball-Trainer

Für Seat Üner ist klar: „Ich möchte Bundesliga-Trainer werden.“ Dass er dafür etwas tun muss, ist ihm auch klar: „Ich gebe Gas“, verspricht der 15-Jährige.
Zusammen mit 16 weiteren Schülern aus der Integrierten Gesamtschule in Vöhrum nimmt Seat einmal pro Woche an der Trainerausbildung teil, die an seiner Schule als Profilkursus angeboten wird.

Voriger Artikel
„Mein Wechsel ist fix“
Nächster Artikel
Perfekt: VfB hat neuen Torwart

Praxis mit Spaß: Die künftigen Nachwuchs-Trainer beim Torschuss-Training.

Quelle: Christian Bierwagen

„Einige der Mädchen und Jungs haben sich ganz schön erschreckt, als sie merkten, was für Arbeit auf sie zukommt“, sagt Reinhard Matschurek, der den Kursus leitet.

Matschurek ist Lehrwart des Fußball-Kreisverbandes und hatte bei mehrere Schulen nachgefragt, ob Interesse an solch einem Lehrgang besteht.

„An der IGS habe ich offene Türen eingerannt“, freut er sich. Sowohl Schulleiterin Susanne Pavlidis als auch Sport-Fachbereichsleiterin Ulrike Heuer unterstützten ihn sofort. Unterstützung gibt es auch vom Fußball-Kreisverband und dem Landessportbund. Der LSB bezuschusst den zweijährigen Lehrgang mit 7500 Euro aus einem Fördertopf für Integration und sozial Benachteiligte.

Rund 170 Schulstunden werden die Schülerinnen und Schüler in der Sporthalle, auf dem Sportplatz und im Klassenraum Praxis und Theorie pauken. Dann folgt die Prüfung – und beim Bestehen die C-Lizenz-Bescheinigung. „Mein Ziel ist es, den Jugendlichen Verantwortung, Zuverlässigkeit und den vernünftigen Umgang mit Kindern beizubringen“, sagt Matschurek.

Er hat auch schon mit einigen Vereinen gesprochen, um dort Praktika für die Nachwuchs-Trainer zu organisieren. „Für die Vereine ist es doch gut. Sie bekommen Unterstützung und später vielleicht einen lizensierten Trainer oder eine Trainerin.“
Fußball-Kreisverbands-Chef Josef F. Hanke freut sich über die künftigen neuen Trainer. „Wir würden die Schulen gern noch mehr einbinden und uns dort auch engagieren“, sagt er. Häufig fehlten aber schlichtweg die Ansprechpartner.

Bundesliga-Trainerin möchte Janine Gottsknecht nicht werden. Die 14-jährige Lehrgangs-Teilnehmerin weiß noch nicht einmal, ob sie überhaupt eine Mannschaft übernehmen möchte. „Aber wenn, dann ein Mädchen-Team“, sagt die Spielerin der JSG Okertal. Die Prüfung will sie dennoch machen. „Mir macht‘s Spaß. Vor allem die Praxis.“

Matthias Press

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine
Die besten Wettquoten für die Bundesliga gibt es bei SmartBets.