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100 Schützen jagen den Plastik-Hirschen

Bogensport 100 Schützen jagen den Plastik-Hirschen

Robin Hood lässt grüßen: Rund 100 Bogenschützen aus ganz Deutschland zielten am Sonnabend beim Drei-Seen-Land-Turnier des TV Klein Ilsede mit teilweise selbstgeschnitzten Bögen und mitunter in historischen Kleidern. Im Busch-Dickicht oder übers Wasser hinaus zielten sie auf Tier-Attrapen.

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Den Hirsch fest im Visier: Die Vechelderin Henrike Paul zielt beim Feld-Bogenturnier des TV Klein Ilsede auf eine Tier-Attrape.

Klein Ilsedes Bogensport-Abteilungsleiter Wiktor Hinkel freute sich, dass das Turnier auf der Anlage zwischen Rosenthal und Peine nichts an seiner Attraktivität verloren hatte. Aus Bremen, Hamburg, Kassel oder Halberstadt waren Bogenschützen zur dritten Auflage des sogenannten 3D-Wettkampfes angereist.

In 20 Gruppen jagten die Schützen auf dem Gelände nach Schaumstoff-Hirschen, Plastik-Bären oder täuschend echt aussehenden, heulenden Wölfen. An Station fünf zielten mit den Vecheldern Henrike Paul und Alexander Plank sowie dem Edemissener Bernd Dube gleich drei Sportler aus dem Kreis Peine gemeinsam.

Zu ihnen gesellte sich Uwe Froböse aus Hildesheim, ein Bogen-Allrounder. Der 43-Jährige ist nicht nur traditioneller Bogenschütze, er übt auch noch die asiatische Bogensportart Kyudo aus und ist Vorsitzender des Hildesheimer Vereins. Ein Reiher sollte an Station fünf erlegt werden. Henrike Paul trat als erste an die Markierungsmarke, die restlichen drei Schütze gingen derweil auf sicheren Abstand.

Drei Pfeile stehen den Schützen zur Verfügung, um die Tier-Attrappe zu treffen. Wird die Zielmitte mit dem ersten Pfeil getroffen, darf sich der Schütze 20 Punkte anschreiben lassen, mit dem zweiten Pfeil sind es nur noch 14 und mit dem dritten 8 Punkte. Wird zwar die Attrappe getroffen, aber nicht das Zentrum, gibt es für den ersten Pfeil 17, danach 11 oder 5.

Seit fünf Jahren spannt die 35-jährige Vechelderin ihren visierlosen Bogen. Anhand ihres Trefferbilds merkt man, dass sie kein Neuling in diesem Sport ist. „Ich bin sogar Gründungsmitglied des Bogensportvereins aus Bad Harzburg“, verrät sie. Dort trainiert sie auch. „Ich freue mich, dass es im Kreis Peine auch eine sehr ansprechende Anlage gibt“, ergänzt sie.

Ihre Begeisterung für den Bogensport hat auch ihren ein Jahr jüngeren Freund Alexander Plank angesteckt. Seit zwei Jahren spannt auch er den Bogen. „Ich bin vereinslos“, sagt Plank, dem diese Unabhängigkeit gefällt.

Eines haben alle vier Bogenschützen gemeinsam: Ihnen gefällt die lockere Atmosphäre beim traditionellen Bogenschießen und das Bewegen in der Natur. „Und die Ruhe“, ergänzt Bernd Dube (52) aus Edemissen. Er startet für die Eicklinger Wölfe und ist von allen vier Schützen am längsten dabei. Seit 18 Jahren streift er durch das Gelände. Vier bis fünf Turniere bestreitet er pro Jahr. Mehr ist aus beruflichen Gründen nicht möglich.

Die Schwierigkeit beim 3D-Bogensport besteht darin, die Flugbahn des Pfeils auch bei Wind oder Schüssen von Anhöhen oder aus Senken heraus exakt einschätzen zu können.

Um den Sieg konnten alle vier trotz guter Leistungen nicht mitstreiten. Nach zwei Runden auf dem Parcours war die höchste Trefferzahl 520. Henrike Paul erzielte 372 und war damit zweitbeste Dame in der Konkurrenz Langbogen mit Holzpfeilen.

bt

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