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1:4-Derby-Pleite: VfB wacht zu spät auf

Fußball-Bezirksliga 1:4-Derby-Pleite: VfB wacht zu spät auf

Der VfB Peine kommt nicht aus dem Tabellenkeller heraus. Nach völlig verschlafener ersten Hälfte unterlag das Schlusslicht der Fußball-Bezirksliga dem TSV Wendezelle klar. Nach der Pause nahmen die Gäste den Kampf zwar an, doch vor dem Tor versagten ihnen die Nerven.

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Wendezelles Lars Timpe (weißer Dress) ist in dieser Szene einen Schritt eher am Ball als VfB-Youngster Dicle Arvis. Dank einer starken ersten Halbzeit gewannen die Wendezeller das Derby mit 4:1.

Quelle: im

TSV Wendezelle - VfB Peine 4:1 (2:0). Die schnelle Wendezeller Führung durch einen Kopfball von Thomas Erich (13.) geriet bis zur Pause nur einmal ernsthaft in Gefahr. Beim einzigen vielversprechenden VfB-Konter fehlte Ferhat Arvis jedoch der Blick für den besser postierten Nebenmann. Er versuchte es selbst und scheiterte an TSV-Keeper Tim Latzel. Darüber hinaus blieben die Gäste in Halbzeit eins den Beweis dafür schuldig, dass sie den Abstiegskampf annehmen und auch im nächsten Jahr in der Bezirksliga spielen wollen. Die Platzherren nutzten die Peiner Auszeit und legten noch vor der Pause nach. Aus einer Standardsituation für die Gäste heraus fuhren die Gastgeber einen Konter. Thomas Erich legte in den Lauf von Bruder Torsten, und der ließ Torwart Lennart Limmer (40.) mit einem Flachschuss ins lange Eck keine Abwehrchance. Daniel Heil (32.) und Steven Allerkamp (34.) vergaben weitere Großchancen, sodass der Halbzeitrückstand für den VfB noch schmeichelhaft war.

„Abstiegskampf ist eine Charakterfrage. Wer so beginnt wie wir, bleibt unten drin und steigt am Ende der Spielzeit ab“, schimpfte VfB-Trainer Nedin Cerimovic und wies seine Mannschaft in der Pause zurecht. Mit Erfolg: Die Standpauke des Trainers und der eingewechselte Marius Knieling sorgten für wesentlich mehr Leben im Peiner Spiel. Der Erfolg stellte sich jedoch erst ein, nachdem Markus Bottke die Führung der Platzherren im zweiten Nachsetzen, Torsten Erich hatte zuvor aus einem Meter nur die Latte getroffen, ausgebaut hatte.

Im Gegenzug markierte der eingewechselte Knieling das 1:3. Nach dem schnellen Anschluss verloren die Wendezeller die Übersicht. Die Spielkontrolle war dahin. „Da haben wir 20 Minuten lang das Spiel völlig aus der Hand gegeben“, monierte TSV-Trainer Thomas Mainka. Die Folge: Die Gäste erspielten Torchance auf Torchance, doch vor dem Wendezeller Tor versagten dem Schlusslicht die Nerven. Ferhat Arvis (68., 73.) und Marius Knieling (64.) schossen aus kurzer Distanz überhastet über das TSV-Tor oder scheiterten am gut aufgelegten Wendezeller Torhüter Tim Latzel. „Wir betteln förmlich um die Gegentore“, ärgerte sich Mainka, doch als Sascha Rickmann (76.) gegen Emrullah Kaya im Sitzen auf der Linie geklärt hatte und eine Minute später Bünyamin Tosun die Gelb-Rote Karte sah, war die Begegnung gelaufen. In der Schlussminute legte Daniel Heil noch einmal nach.

„Wir sollten uns ein Beispiel an den Wendezellern nehmen“, sagte VfB-Trainer Nedin Cerimovic, „denn die haben im Gegensatz zu uns auch in ihrer Schwächephase kämpferisch voll dagegen- gehalten“.

ua

TSV Wendezelle: Latzel – Heike Rickmann, Allerkamp (55. Kobsch), Torsten Erich, Voges (81. Schulz), Bottke, Heil, Timpe, Oppermann, Thomas Erich (Di Nunno). VfB Peine: Limmer – Becker, Beuermann (46. Demir), Otte, Solomun, Kaya, D. Arvis (46. M.?Knieling), F. Arvis, Scharf, Helms (79. G. Knieling), Tosun. Tore: 1:0 Thomas Erich (13.), 2:0 Torsten Erich (40.), 3:0 Bottke (50.), 3:1 Marius Knieling (51.), 4:1 Heil (89.).

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