Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Rund um die Welt Die Steuer nach dem Shopping im Ausland zurückholen
Reisereporter Rund um die Welt Die Steuer nach dem Shopping im Ausland zurückholen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:55 25.10.2018
Viele Urlauber nutzen eine Auslandsreise zum Shopping - außerhalb der EU können sie sich häufig die Mehrwertsteuer erstatten lassen. Quelle: Milton Brown/Westend61
Eysins

Günstig im Urlaub einkaufen und auch noch Geld zurückbekommen: Das ist für Deutsche in vielen Ländern außerhalb der EU möglich. Touristen bekommen einen Teil des Kaufpreises zurück, wenn sie die Mehrwertsteuer zurückfordern.

Mehrwertsteuersatz prüfen oder gleich steuerfrei

Das Sparpotenzial hängt vom Mehrwertsteuersatz des Reiselandes ab, erklärt die schwedische Gesellschaft Global Blue, die gegen eine prozentuale Pauschale bei der Rückerstattung hilft. In Norwegen zum Beispiel liegt der Satz bei 25 Prozent. In den meisten Ländern ist für die Rückerstattung ein bestimmter Mindestumsatz nötig.

In Regionen mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur werben viele Geschäfte mit "tax free" (steuerfrei) in den Schaufenstern. Falls nicht von außen ersichtlich, können Urlauber im Laden fragen, ob steuerfreies Einkaufen möglich ist.

So geht der Einkauf im Reiseland

Konkret läuft der Einkauf laut Global Blue dann folgendermaßen ab: Wenn Reisende aus einem EU-Land in einem Nicht-EU-Land einkaufen, zahlen sie zunächst einmal den normalen Kaufpreis einschließlich Mehrwertsteuer. Der Händler ist nicht dazu verpflichtet, ein Formular zur Rückerstattung auszustellen - also nachfragen. Falls vorhanden, das Dokument vom Verkäufer stempeln lassen. Manchmal erstattet das Geschäft die Steuer direkt. Im Normalfall bekommt der Reisende das Geld aber erst am Flughafen oder an der Grenze zurück.

Die Mitbringsel dürfen Urlauber nicht sofort auspacken. Mit originalverpackter Ware, Rückerstattungsformular und Reisepass muss der Käufer am Flughafen vortreten. Oft stempelt der Zoll das Formular ab und erteilt die Ausfuhrbestätigung für die Ware. Diese Bestätigung muss nun, je nach Art des Formulars, direkt am entsprechenden Serviceschalter am Flughafen vorlegt werden.

In Schweden und den USA

In einigen Ländern haben die Zollbehörden aber nichts mit der Mehrwertsteuererstattung zu tun und können die Formulare nicht abstempeln. So ist es etwa in Norwegen. Dort läuft das gesamte Prozedere über Tax-Refund-Schalter.

Im Shopping-Land USA wird es etwas komplizierter. "Anders als in Europa gibt es in den USA keine einheitliche Mehrwertsteuer des Bundes, sondern die Höhe der sogenannten Sales Tax wird von den einzelnen Bundesstaaten selbst festgelegt und kann sogar von Stadt zu Stadt variieren", erklärt Sven Oehme, Berater der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland. Die Steuersätze schwankten je nach Staat zwischen 0 und ungefähr 12 Prozent.

Gar keine Sales Tax gibt es in Alaska, Delaware, Montana, New Hampshire und Oregon, was diese Staaten zu besonders beliebten Shopping-Zielen für Reisende macht. New Jersey, Minnesota und Pennsylvania berechnen keine Steuer auf Bekleidung. In anderen Bundesstaaten gilt die Steuerbefreiung auf Kleidung nur bis zu einer bestimmten Preisgrenze, Accessoires und Sportartikel oft ausgeschlossen. In einigen Bundesstaaten wie Alabama, Florida und Texas gibt es zudem regelmäßige Aktionswochenenden, an denen komplett steuerfrei eingekauft werden kann.

Einfuhr- und Zollbestimmungen berücksichtigen

Damit der Schnäppchenkauf nicht zur Milchmädchenrechnung wird, müssen Touristen die Einfuhr- und Zollbestimmungen in Deutschland beachten. Die zu zahlenden Steuern und Zölle variieren je nach Warenwert und Produktart, erklärt die Generalzolldirektion in Bonn. Frei sind Einkäufe bis zu einem Warenwert von insgesamt 300 Euro, bei Flug- oder Seereisen sind es insgesamt maximal 430 Euro. Einen Überblick gibt die kostenlose App

"Zoll und Reise" des Bundesministeriums für Finanzen. Der Freimengenrechner zeigt für das jeweilige Urlaubsland an, was abgabenfrei nach Deutschland mitgebracht werden darf.

Der Zoll weist darauf hin, dass es zum Beispiel für Produkte aus tierischen oder auch pflanzlichen Materialien sowie Arznei- und Betäubungsmittel Beschränkungen und Einfuhrverbote gibt. Mitbringsel müssen für den persönlichen Gebrauch, für Angehörige des Haushalts oder als Geschenk gedacht sein. Die Waren dürfen laut Zoll nicht zu gewerblichen Zwecken bestimmt sein.

dpa

Dampfende Quellen, Schneevergnügen und Tiere: Abwechslungsreicher als in Island kann ein Familienwinterurlaub kaum sein. Und außerdem gibt es ja noch bunte Wolken.

23.10.2018

Selbst an den entlegensten Ecken der Welt darf heute eines nicht fehlen: der inszenierte Schnappschuss, der später in sozialen Medien landet. Manch Instagram-tauglicher Ort erlangt so ungeahnte Popularität - nicht immer mit positiven Folgen.

17.10.2018

Mauritius wird wegen traumhafter Strände und malerischer Berge bereist. Die Insel bietet aber auch eine spannende kulturelle Vielfalt: Die Bewohner haben europäische, afrikanische, indische und chinesische Wurzeln - und leben bis heute deren Traditionen.

16.10.2018