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Weil nominiert Tanke zum Umweltminister

Schattenminister für SPD-Kabinett Weil nominiert Tanke zum Umweltminister

Im Landtag gilt er als einer der aktivsten Zwischenrufer - jetzt soll er im Fall eines SPD-Sieges bei der Landtagswahl neuer Umweltminister werden. Der 55-jährige Detlef Tanke aus Gifhorn ist am Dienstag von SPD-Ministerpräsidentenkandidat Stephan Weil als neues Mitglied seiner Kernmannschaft vorgestellt worden.

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Detlef Tanke soll er im Fall eines SPD-Sieges bei der Landtagswahl neuer Umweltminister werden. (Archiv)

Quelle: dpa

Hannover . Eine Überraschung war das nicht, denn Tanke ist bisher als Vize-Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion schon für diesen Themenbereich zuständig gewesen. Jüngst hatte er einen Auftritt in der Tagesschau, als nämlich die SPD-Fraktion ihren Abschlussbericht zum Asse-Untersuchungsausschuss vorstellte.

Tanke wollte zunächst Lehrer werden, sattelte dann auf das Management um und wurde 1986 bei Volkswagen angestellt. Dort wurde er 1989 Fachreferent im Personalwesen des Werkes in Salzgitter - und wirkte zehn Jahre lang bis zur Wahl in den Landtag 2008 als zweiter Vorsitzender des Betriebsrates.

Tanke fällt im Landtag durch seine offene und direkte Art auf, er geht auch keiner Konfrontation aus dem Wege, wirkt dabei aber nicht verkniffen, sondern augenzwinkernd. In seiner Heimat Hillerse im Kreis Gifhorn hat es Tanke mit einer starken CDU zu tun. Er brauchte 15 Jahre Anlauf, um mit seiner SPD den Bürgermeisterposten zu erobern - ein Ereignis, auf das er stolz ist.

Einzug ins Landesparlament nicht abgesichert

Mit Platz elf auf der SPD-Landesliste ist der Vater zweier erwachsener Töchter allerdings nicht unbedingt abgesichert. Falls die SPD viele Wahlkreise gewinnen sollte, Tanke aber in der CDU-Hochburg Gifhorn verlieren sollte, wäre sein Einzug ins Landesparlament gefährdet.

Beobachter zweifeln daran, dass die Chancen eines Ministerpostens für Tanke wirklich hoch sind. Falls es zu Rot-Grün kommen sollte, spricht viel dafür, dass die Grünen in ihrem Kernressort Umwelt den Ministertitel beanspruchen. Dies wäre dann anders als bei der ersten rot-grünen Regierungsbildung 1990, damals hatte der neugewählte Ministerpräsident Gerhard Schröder das Ressort für die Sozialdemokraten beansprucht und dort die damals noch parteilose Greenpeace-Aktivistin Monika Griefahn platziert.

Tanke sagt von sich, er glaube an die Kraft der Ideen. Zwei Ereignisse, betont er, hätte er gern persönlich miterlebt - die französische Revolution und die Mondlandung.

In Weils Wahlkampfteam ist Tanke der zweite aus dem früheren Regierungsbezirk Braunschweig - nach Peter-Jürgen Schneider, der bisher als Vorstand bei der Salzgitter AG arbeitet und Finanzminister werden könnte. Der SPD-Ministerpräsidentschaftskandidat hat bisher immer streng darauf geachtet, die Regionen im Land ausgewogen zu beteiligen - zwei Ministerkandidaten kommen aus Weser-Ems, zwei aus Südniedersachsen, zwei aus Braunschweig und (Weil und Birgit Hone) zwei aus der Region Hannover.

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