Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Merkel macht der Niedersachsen-CDU Mut

Parteitag in Celle Merkel macht der Niedersachsen-CDU Mut

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Parteitag der Niedersachsen-CDU zu einem leidenschaftlichen Wahlkampf ermuntert. "Kämpfen wir - und lassen wir uns nicht verzagen von jeder neuen Umfrage, um dann gleich wieder drei Tage lang nichts zu tun", sagte sie vor den 360 Delegierten des CDU-Landesparteitags in Celle.

Voriger Artikel
McAllister ist Mister 100 Prozent
Nächster Artikel
Andretta will Studiengebühren frühstmöglich abschaffen

"Niedersachsen ist bei Ministerpräsident David McAllister in guten Händen": Angela Merkel beim CDU-Parteitag in Celle.

Quelle: dpa

Celle. Merkel wurde mit kräftigem Applaus für ihre 51 Minuten lange Rede belohnt. Sie erklärte, Niedersachsen habe "so viel gewonnen mit der deutschen Einheit", das Land sei in den Wirtschaftsdaten glänzend aufgestellt - und es sei "bei Ministerpräsident David McAllister in guten Händen". Die Arbeit der Bundesregierung sei "ohne die starke Unterstützung aus Niedersachsen nicht denkbar". Die gute Bilanz zeige: "Mit der CDU gibt es kein Experimentieren, da wissen die Menschen, was sie an uns haben." Die Niedersachsen würden "sturmfest und erdverwachsen" nicht "nicht nur als abendliche Gesangskultur" ansehen, sondern als Herangehensweise begreifen.

Ausdrücklich lobte Merkel die Finanzpolitik Niedersachsens mit einem ambitionierten Zeitplan für die Schuldenbremse, die Wirtschaftspolitik und die Anstrengungen in der Bildungsarbeit. Nachdrücklich verteidigte sie die Bemühungen um einen Ausbau der Offshore-Windenergie, trotz aktueller Schwierigkeiten. Merkel sprach sich dafür aus, dass Windkraftanlagen vorrangig in Norddeutschland gebaut werden müssten. "Außerdem müssen wir dann doch wohl in der Lage sein, den Strom in den Süden Deutschlands zu transportieren." Es dürfe nicht jedes Bundesland nach eigenen Vorstellungen die Windenergie ausbauen.

Die Kanzlerin kam in ihrer lockeren, teilweise witzigen Rede auch auf die Rentenpolitik und den Krippenausbau zu sprechen. "In zehn bis 15 Jahren werden wir sagen: Gott sei dank haben wir den Rechtsanspruch auf den Krippenplatz damals festgelegt." Sie hoffe nur, fügte Merkel kritisch hinzu, dass "das Fördergeld immer auch bei denen vor Ort ankommt, die es für den Ausbau brauchen". Merkel kritisierte den Spruch "mit der Schule beginnt der Ernst des Lebens", denn man dürfe doch den Kindern vor der Einschulung nicht die Freude am Lernen nehmen. Ohnehin solle man aufhören, das Leben der Menschen in verschiedene Bereiche einzuteilen mit unterschiedlicher staatlicher Zuständigkeit - von Vorschule über Schule und Ausbildung bis Rente. Ausdrücklich bekannte sich Merkel zur Festlegung eines Mindestlohnes. Ohne eine Lohnuntergrenze könnten viele, die jahrzehntelang Rentenbeiträge einbezahlt haben, keine auskömmliche Rente erhalten. "Leider konnte sich der Koalitionspartner unseren Argumenten bisher nicht öffnen", fügte Merkel hinzu.

Der Euro ist nach Merkels Ansicht mehr als nur eine Währung, nämlich ein "Bekenntnis, das wir uns in Europa nicht auseinanderbringen lassen". "Wenn wir nicht zusammenhalten, werden wir alle an die Wand gedrängt." Sie freue sich über den Friedensnobelpreis für die EU, betonte die CDU-Vorsitzende. Gleichzeitig bekannte sie sich dazu, dass von der EU lediglich die Dinge geregelt werden sollen, die "übrig bleiben", wenn die Kompetenzen zuvor unter Gemeinden, Ländern und Bund aufgeteilt worden sind.

Ministerpräsident David McAllister dankte Merkel für ihre Rede. "Wir wollen bei der Landtagswahl am 20. Januar auch einen aktiven Beitrag dazu leisten, das Du die Kanzlerin bleibst." In wenigen Tagen werde in Niedersachsen der 30.000. Krippenplatz feierlich übergeben werden, und das Land sei fest entschlossen, den Rechtsanspruch zum 1. August 2013 auch umzusetzen. Als Geschenk überreichte McAllister der Kanzlerin einen Schutzschild aus der Ritterzeit - mit dem Celler Wappen. Dies als Symbol dafür, dass die Niedersachsen-CDU der Kanzlerin schützend zur Seite steht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Parteitag in Celle
Auf dem Parteitag der CDU in Celle wurde über das Fracking diskutiert.

Beim CDU-Landesparteitag am Sonnabend ist es zu einer heftigen Auseinandersetzung über das Fracking gekommen. Dieses umstrittene Verfahren zur Gewinnung von Gas, bei dem Chemikalien in den Boden gepresst werden, stößt in vielen Regionen Niedersachsens auf Widerstände.

mehr
Mehr aus Landtagswahl 2013

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung