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Gewerkschaft ver.di will bei Fusion mitreden - zum Wohl der Beschäftigten

Kreis Peine Gewerkschaft ver.di will bei Fusion mitreden - zum Wohl der Beschäftigten

Peine . Die möglichen Auswirkungen einer Landkreis-Fusion auf die Beschäftigten standen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung des ver.di-Ortsvereins Peine gestern Abend im Gewerkschaftshaus. „Die Resonanz ist nicht so berauschend“, stellte die Vorsitzende Nanni Rietz-Heering gleich eingangs fest. Insgesamt waren nur 18 Personen anwesend. Inhaltlich gab es zum Thema Fusion dann auch wenig Neues - nur soviel wurde klar: Die Gewerkschaft will bei einem Zusammenschluss mitreden.

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Im Peiner Gewerkschaftshaus: Experten, Gewerkschafter sowie Personal- und Betriebsräte sprachen über mögliche Folgen einer Landkreis-Fusion.

Als Experten standen Peines Erster Kreisrat Henning Heiß und Gewerkschafts-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller, der den Fusionsprozess zwischen Osterode und Göttingen begleitet hat, Rede und Antwort. Betriebs- und Personalräte der Landkreis-Tochterunternehmen konnten Fragen stellen.

Heiß, der auch verantwortlich ist für die rund 1000 Beschäftigten des Landkreises Peine, erläuterte die aktuelle Lage in Sachen Fusion: Man verhandele immer noch ergebnisoffen mit Hildesheim, Salzgitter und ganz aktuell mit Braunschweig. Eine Präferenz für einen Partner gebe es nicht. Fest stehe nur, dass der Landkreis als Ganzes erhalten werden soll. Im Falle einer Fusion mit Hildesheim, die Heiß beispielhaft anführte, würde das bedeuten, dass auch der Verwaltungssitz Peine erhalten bliebe. Wie und in welchem Umfang sei unklar, allerdings mache es keinen Sinn, das Jugendamt oder das Sozialamt örtlich zu verlagern. Anders sehe das bei der Innenverwaltung aus.

Ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller betonte, dass man sich nicht gegen eine Fusion stelle, allerdings müssten die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten passen. Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen sei das Minimum. Da die Folgen für Einzelne durch die Veränderung von Arbeitsinhalten und -orten gravierend sein könnten, wolle man bestmöglichen Schutz gewährleisten - und sich aktiv am Fusionsprozess beteiligen. Eine entsprechende Anfrage zur Aufnahme in die Fusions-Lenkungsgruppe wurde spontan gestellt. Wertmüller sprach auch einen Fusions-Tarifvertrag an.

In welchem Umfang Aufgaben vom Kreis an die Gemeinden übertragen werden sollen, wollte Sabine Ohm von der Stadt Peine wissen. Heiß darauf: „Das steht noch nicht fest. In Einzelfällen muss man wohl auch nachfragen, wer was machen will - oder kann.“ Keine konkrete Antwort bekam Betriebsrat Ralf Düsing von der BBg auf die Frage nach der Zukunft seines Unternehmens. „Klar ist nur, dass ihre Aufgabe im neuen Verbund umgesetzt wird“, sagte Heiß. Auch für den Abfallwirtschaftsbetrieb A+B gab es auf Anfrage von Detlef Oehler insofern keine Neuigkeiten, als dass es derzeit noch keine Pläne gibt.

Wertmüller forderte, dass auch große Themen wie Bildung, Gesundheit und Nahverkehr im Fusionsprozess berücksichtigt werden müssten - und regte deshalb eine „große Lösung“ an. Transparenz - auch für die Beschäftigten - sei dabei das Wichtigste, ergänzte Rietz-Heering.

mic

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