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„Für Vechelde wäre Hildesheim der falsche Weg“

Marotz zur Kreis-Fusion „Für Vechelde wäre Hildesheim der falsche Weg“

Vechelde. Am besten alles so belassen, wie es ist: Das ist – zusammengefasst – die Position des Vechelder Bürgermeisters Hartmut Marotz (SPD) zur Fusionsdebatte um den Landkreis Peine. Gestern stellte der Verwaltungschef im Rathaus einen Entwurf für die Stellungnahme der Gemeinde Vechelde zu den Fusionsbestrebungen aus Peine vor. Über das Papier soll am Montag, 30. Juni, der Gemeinderat abstimmen.

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Marotz selbst hält eine Fusion nicht für notwendig. „Der Landkreis ist überlebensfähig. Er muss sich in Aufgaben- und Ausgabendisziplin üben und mehr Aufgaben ohne Ausgleich an die Gemeinden übertragen“, sagt der Vechelder Bürgermeister. Die Gemeinden könnten den Landkreis sogar finanziell stärken, glaubt er. „Wenn die Fusion Ilsede-Lahstedt stattgefunden hat, gibt es im Kreis keine notleidenden Gemeinden mehr. Das ist für mich ein Indiz, dass der Landkreis bestehen kann.“

Auch das vorgelegte Gutachten zur Fusion zwischen den Kreisen Peine und Hildesheim nenne keine Gründe, warum eine Fusion im Sinne der Bürger zwingend sein sollte, so der Verwaltungschef. Auch warum ausgerechnet mit dem Kreis Hildesheim fusioniert werden sollte, sei aus den Unterlagen nicht zu erkennen. „Hildesheim können wir aus Vechelder Sicht nicht mittragen“, sagt Marotz. „Wir haben die Chance gegeben, den großen Silberstreif am Horizont aufzuzeigen, doch er ist nicht gekommen.“

Für Vechelde wäre Hildesheim der falsche Weg, es gebe keine Ausrichtung dorthin. Die Einwohner der Gemeinde Vechelde seien Bestandteil der sozialen und wirtschaftlichen Struktur des Braunschweiger Landes, führt Marotz aus und geht noch weiter: „Der Region Braunschweig würde Schaden zugefügt, wenn man Vechelde, Lengede und Wendeburg aus ihrem Kontext herauslöst.“

Marotz sagt: „Wenn man fusionieren will, stellt man den Landkreis infrage. Und wenn man ihn infrage stellt, kann er nicht zusammenbleiben.“ Falls also die Landkreise Peine und Hildesheim fusionieren sollten, bleibt für den Vechelder Bürgermeister nur die Option, die Gemeinde Vechelde dem Landkreis Wolfenbüttel oder dem Landkreis Gifhorn zuzuordnen. Eine Eingemeindung in die kreisfreien Städte Braunschweig oder Salzgitter käme für ihn nicht infrage, wohl aber eine Zuordnung zu diesen, wenn sie vorher zu Landkreisen umgewandelt würden.

mir

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