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Wiegand und Best spielen beim CdB die erste Geige

Corps der Bürgersöhne Wiegand und Best spielen beim CdB die erste Geige

Hauptmann Christoph Wiegand (23) und sein Adjutant Thomas Best führen das Corps der Bürgersöhne in diesem Jahr beim Peiner Freischießen an. Best ist dabei mit seinen 17Jahren einer der jüngsten Adjutanten des Corps überhaupt. Wiegand hatte den Posten des Hauptmanns von Christoph Goslar übernommen, zuvor war er Adjutant. Die PAZ sprach mit den beiden Offizieren über ihre bisherigen Erfahrungen, Erwartungen und fragte auch, wovor sie beim Freischießen den größten Respekt haben.

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Gab es eigentlich jemals einen jüngeren Adjutanten im Corps?

Christoph Wiegand: In der jüngeren Geschichte gab es keinen Adjutanten, der so jung Verantwortung im Corps hatte. Thomas Best: Christoph Goslar, unser ehemaliger Hauptmann war auch 17Jahre als er Adjutant geworden ist. Das war im Jahr 2007.Wiegand: Aber Christoph hat früher Geburtstag, ist also älter.

Wann werden Sie denn 18?

Best (druckst ein wenig herum): Am Donnerstag vor Freischießen, also am 4.Juli.

Dann werden wir von der PAZ auf jeden Fall gratulieren.

Best: Ich hatte so etwas befürchtet, dass dann jeder auf mich los stürmt, um zu gratulieren.

Wann war klar, dass Christoph Goslar als Hauptmann aufhört?

Wiegand: Wir haben Anfang des Jahres darüber gesprochen, weil er aus beruflichen Gründen immer weniger Zeit hat. Er wohnt ja in Goslar, bleibt dem Corps aber auf jeden Fall treu.

Und wie hat sich entschieden, dass Thomas Best Adjutant wird?

Wiegand: Er hat sich schon in den vergangenen Jahren sehr eingebracht und als Collegiumsmitglied freiwillig Aufgaben übernommen. Da habe ich ihn angesprochen und gefragt.

War es für Sie klar, dass Sie Adjutant werden?

Best: Ich hatte zwei Wochen Bedenkzeit und habe mir das gut überlegt. Ich habe auch mit meinen Eltern gesprochen und die haben mir versprochen, dass sie mich unterstützen werden. Das war mir wichtig.

Als Hauptmann treten Sie in große Fußstapfen. Haben Sie Respekt vor der Aufgabe?

Wiegand: Ganz klar, Christoph war ein toller Hauptmann und als Enkel von Hermann Rademann wurde ihm der Posten quasi in die Wiege gelegt. Auf diesen familiären Hintergrund kann ich nicht zurückgreifen. Meine Eltern sind zugezogen. Aber mein Vater war damals auch in einem Schützenverein.

Und Sie, sind Sie mit Fuhsewasser getauft?

Wiegand: Ja, ich bin schon mit Fuhsewasser getauft.

Wovor haben Sie den größten Respekt, wenn sie ans Freischießen in der neuen Verantwortung denken?

Wiegand: Bis jetzt freue ich mich auf das Fest. Es wird aber schon anders sein, wenn wir plötzlich im Mittelpunkt stehen und alle Augen - vor allem im Corps - auf uns gerichtet sind.

Aber als Adjutant standen Sie doch bisher auch im Mittelpunkt.

Wiegand: Nicht ganz. Goschi hat als Hauptmann geredet und ich brauchte nur daneben zu stehen und freundlich zu lächeln. Jetzt muss ich ran.

Und wovor haben Sie als Adjutant den größten Respekt?

Best: Es wird ein ganz anderes Freischießen, weil wir auch viel mit den Hauptleuten der anderen Korporationen zu tun haben werden. Da fühlt man sich manchmal wie ein Sohn. Es ist aber auch schön zu wissen, dass wir dort herzlich aufgenommen werden, wenn wir uns dem Anlass entsprechend akkerat benehmen.

Wie viel Freischießen-Erfahrung haben Sie mit ihren 17Jahren eigentlich schon gesammelt?

Best: Ich habe im Spielmannszug des Vater Jahn angefangen und bin dann als Jungschütze zum Corps gekommen. Aufgenommen worden bin ich erst offiziell im vergangenen Jahr.Wiegand: Als Jungschütze hat Thomas aber schon einige Erfolge gefeiert. Er war immerhin zwei Mal Jungschützenbester.

Das ist kein schlechtes Ergebnis. Da tragen Sie sicherlich auch bald die Würde des Junggesellen-Königs.

Best: Ich werde auf jeden Fall beim Schießen dabei sein. Aber nicht mit vollem Ehrgeiz. In diesem Jahr möchte ich das Freischießen als Adjutant erleben und im Corps mitgestalten. (Er schmunzelt.) Die Königswürde kann ich noch in ein paar Jahren erringen.

Worauf freuen Sie sich am meisten beim Freischießen?

Wiegand: Ich freue mich auf jeden Tag Freischießen, aber am meisten auf den Königseinzug.

Aber dann ist Freischießen vorbei.

Wiegand (schmunzelt): Genau, und dann weiß ich, dass ich als Hauptmann alles gut überstanden habe, ohne mir einen Fauxpas geleistet zu haben.

Und Sie, Herr Adjutant, worauf freuen Sie sich am meisten?

Best: Auf die Zusammenarbeit im Team des Corps, aber auch auf die Zusammenarbeit in der Schafferrunde. Dort können wir im Bezug auf das Peiner Freischießen viel erreichen.

Im kommenden Jahr stehen noch größere Ereignisse bevor. Das Corps wird dann 200Jahre. Wie bereiten Sie sich darauf vor?

Wiegand: Wie haben eine Arbeitsgruppe, mit der wir uns zurzeit alle drei Monate treffen.Best: Wir haben auch schon einige tolle Ideen, die wir aber noch nicht verraten wollen.

Interview: Thorsten Pifan

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