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Verhältnismäßig friedliches Freischießen

Resümee der Peiner Polizei Verhältnismäßig friedliches Freischießen

Während des Freischießens kam es vom Taschendiebstahl bis zur Körperverletzung zu einigen Vorfällen, insgesamt sei das Fest aber verhältnismäßig friedlich verlaufen, bilanziert die Peiner Polizei.

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Die Beamten der Peiner Polizei im Einsatz auf dem Festplatz.

Quelle: Thomas Freiberg

Peine. Die Polizei hatte im Vorfeld des Peiner Freischießens bereits 19 gewaltbereiten Personen ein Aufenthaltsverbot erteilt, bei fünf weiteren Personen eine Gefährderansprache durchgeführt.

Am Freitagabend mussten die Beamten acht Taschendiebstähle von Mobilfunktelefonen und zwei Diebstähle von Geldbörsen im Niedersachsenzelt aufnehmen. Auf die daraufhin noch einmal verstärkte polizeiliche Präsenz an besonders stark frequentierten Bereichen des Festplatzes und den erhöhten Kontrollmaßnahmen im Innern des Zeltes durch den Sicherheitsdienst ließen die Taschendiebstähle über die restlichen Tage des Festes zurückgehen, so dass es nur noch zu zwei weiteren Diebstählen kam.

Auch einer der Schausteller auf dem Freischießen wurde bestohlen. Die unbekannten Täter verschafften sich Zugang zum Wohnwagen des Schaustellers und raubten zwei Handys, eine Fotokamera und eine Geldbörse. Hier liegt die Schadenshöhe bei etwa 500 Euro.

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag wurden insgesamt sieben Körperverletzungsdelikte von der Polizei aufgenommen. Im Verlauf des Freischießens wurden zudem noch vierzehn weitere Platzverweise gegen Personen ausgesprochen, die sich nicht an die Regeln des friedlichen Zusammenfeierns hielten.

Drei Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Bei weiteren Kontrollen wurden bei Durchsuchungen von verdächtigen Personen ein Wurfstern und geringe Mengen von Marihuana aufgefunden.

Einem 22-Jährigen wurde eine größere Menge von Marihuana abgenommen. Außerdem führte der bereits einschlägig bekannte Peiner eine größere Menge Bargeld mit sich. Da hier der Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln bestand, wurde gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren dahingehend eingeleitet.

Außerhalb des Veranstaltungsgeländes kam es in der Nacht von Montag auf Dienstag zu einer gefährlichen Körperverletzung mittels Messer. Der flüchtige 36-jährige Täter konnte im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung durch die Beamten der Schützenplatzwache gestellt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sich das 42-jährige Opfer und der Täter. Bei dem Zusammentreffen kam es zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf das Opfer im Gesicht verletzt worden ist. Über die genauen Hintergründe der Tat liegen noch keine Erkenntnisse vor.

Abgesehen von den geschilderten Vorfällen verzeichnete die Polizei Peine für das Peiner Freischießen ab Sonntag einen ruhigen Verlauf.

Die vorgenannten Maßnahmen und die deutlich sichtbare Präsenz der Polizeibeamten, ein rasches Eingreifen sowie eine „Null-Toleranz-Grenze“ bei sich abzeichnenden Konflikten führten dazu, dass das Freischießen im Großen und Ganzen friedlich gefeiert werden konnte.

Von Lara Krämer

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