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Peiner Walzwerker: Schützentradition seit 1935

Die Korporationen Peiner Walzwerker: Schützentradition seit 1935

In einer Serie stellt die PAZ die Geschichte und Geschichten aus den sieben Freischießen-Korporationen vor. Heute: Der Peiner Walzwerker Verein.

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Peine. Während der Peiner Walzwerker Verein seine Gründung 1878 feierte, findet sich im Archiv der Walzwerker der erste Beleg für die Schießabteilung aus dem Oktober 1935. Ununterbrochen wird der Schießsport dort allerdings erst seit Juli 1950 betrieben – seit dieser Zeit sind auch die Könige der Walzwerker durchgehend belegt.

Gründer der Schießsportabteilung waren Hermann Jordan, Bernhard Goldmann, Ludwig Liedicke, Willhelm Grimpe, Kurt Gaus, Heinrich Gauss, Wilhelm Rottermund, Rudi Basse und Otto Degering. Ihre neue Heimat fanden sie in der Gaststätte „Schollbach“ heute: Lönskrug. Das Kleinkaliberschießen absolvierten die Walzwerker seinerzeit übrigens in der „Ilseder Mühle“.

Bis 1961 bauten die Walzwerker in Eigenregie einen Luftgewehrstand im Garten ihrer Heimstatt. Zuvor hatte das Luftgewehrschießen dort auf der ehemaligen Kegelbahn stattgefunden. Die Kegelbahn wurde dann zum Kleinkaliberstand umgebaut.

Ab 1957 schossen bei den Walzwerkern auch die Frauen mit. Eine Frau der ersten Stunde war Erika Gaus. Mitte der 1980er Jahre wichen auf den Schießständen die alten Kurbelanlagen modernen elektronischen Zuganlagen.

Im Verlauf der Jahre haben sich viele Traditionen entwickelt. Die Schützen nahmen an zahlreichen Wettbewerben teil, wobei der heutige Hauptmann Hartmut Gaus es sogar schaffte, auf Landesebene mitzumischen.

Im Mai 1975 feierte die Abteilung im Bürger-Jäger-Heim das 25-jährige Bestehen. Die Jubiläumsmajestät hieß Siegfried Drube. 1990 gab es die nächste Jubelfeier – zum 40-Jährigen. Jubel-Majestäten waren Heinz Möllering und Erika Woitun.

Im Jahr 2000 ließ es sich Hauptmann Hartmut Gaus nicht nehmen, erfolgreich auf die Jubiläumsscheibe zum 50-jährigen Bestehen der Schießsportabteilung zu schießen. Mit ihm wurden Brigitte Bührig und Jugendkönig Sven Sander proklamiert. Ein Jahr zuvor, also 1999, musste der Stand aufwendig umgebaut werden: Eine Lüftung, eine Fluchttür und eine Alarmanlage, sowie eine weiterführende Wandverkleidung wurden eingebaut. Große Eigenleistungen erbrachten damals Werner Eckardt, Heinz Gehrke und die aktuelle Walzwerker-Majestät Wolfgang Thiel.

Einen Rückschlag erlebte die Schießabteilung im Jahr 2008: Die Räume im Lönskrug standen nicht weiter zur Verfügung, der Verein musste sich eine andere Lösung überlegen. Nach einigen intensiven Gesprächen des aktuellen Abteilungsleiter Heinz Gehrke mit dem Vorstand des TSV-Bildung stellte der Verein seinen Schießstand zur Verfügung. Der Übungsbetrieb konnte weiterlaufen.

Nach intensiven Verhandlungen zwischen Hauptmann Hartmut Gaus und der Peiner Träger Gesellschaft haben die Walzwerker grünes Licht bekommen, den ehemaligen Fahrradkeller unter dem Vereinsraum zum Schießstand umzubauen. Mit vielen Eigenleistungen ist bereits ein Teil der Arbeiten erledigt. Doch es gibt noch viele Auflagen, die erfüllt werden müssen. Die Walzwerker sind aber voller Zuversicht, dass der Umbau des Fahrradkellers bald abgeschlossen werden kann. Dann soll dort der Schießbetrieb aufgenommen werden.

Thorsten Pifan

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