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Eßmann und Seifert wollen NBC modernisieren

NBC Eßmann und Seifert wollen NBC modernisieren

tefan Eßmann und Rainer Seifert sind die „Neuen“ an der Spitze des Neuen Bürger-Corps. Während Eßmann ein Peiner „Urgestein“ ist, hat es Seifert erst 2002 nach Peine gezogen. Beide übernehmen die kleinste Bürgerkorporation in schwierigen Zeiten. Die PAZ sprach mit Hauptmann Stefan Eßmann und seinem Adjutant Rainer Seifert über ihre Pläne und das Peiner Freischießen.

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Hauptmann Eßmann, Sie sind ein bekanntes Gesicht beim Peiner Freischießen, vor allem als Vormarschierer der Neuen Bürger, Ihr Adjutant, Rainer Seifert, ist noch nicht so bekannt.

Seifert: Dafür bin ich nicht weniger begeistert vom Peiner Freischießen. Aber von vorn, ich bin tatsächlich ein „Neubürger“ und wohne erst seit 2002 in Peine, geboren bin ich in Bremen. Bereits 2004 bin ich aber ins Neue Bürger-Corps eingetreten. Der Kontakt kam seinerzeit über Manfred Heuer zustande. Er nahm mich mit zum Schießen. Eßmann: Es ist sehr erfrischend, jemanden an seiner Seite zu haben, der auch viel hinterfragt und nicht alles als selbstverständlich hinnimmt.

Ihr Adjutant bringt also frisches Blut ins Corps?

Eßmann: Ja und das ist uns als Duo an der Spitze auch wichtig. Wir wollen einen echten Schnitt in der Führung, nachdem unsere Vorgänger Hauptmann Frank Görmer und sein Adjutant Manfred Raabe die Neuen Bürger in vielen Fragen auch nach der Tradition von Ehrenhauptmann Bernhardt Schridde und seinem Ehrenadjutanten Ralf Renner geführt haben.

Sie wollen also neue Wege gehen, wie sollen die aussehen?

Seifert: Wir wollen keine Kopie werden, sondern offener und moderner auftreten und das Corps auch entsprechend führen. Unsere jungen Mitglieder, die die Zukunft des Corps bilden, haben alle ein Handy in der Tasche und sind online. Da können wir nicht mit Gepflogenheiten kommen, die gefühlt mehr als 100 Jahre alt sind, auch wenn das Corps erst 1927 gegründet worden ist.

Was planen Sie konkret?

Eßmann: Entscheidend ist zunächst, dass wir auf der einen Seite natürlich die Tradition bewahren wollen, auf der anderen Seite aber auch einiges auf den Prüfstand stellen werden. Wir wollen die einzelnen Gruppen aus dem Corps näher zusammenführen und vor allem den Spielmannszug stärker einbinden. Die Spielleute bilden zwar eine eigene Abteilung, wir feiern doch aber alle gemeinsam das Peiner Freischießen. Außerdem wollen wir die Interessen unserer Mitglieder fördern und auch neue Gruppen innerhalb des Corps gründen. Ein weiteres Projekt ist eine Beitragsreform. Wir wollen für Familien attraktiver werden. Es kann nicht sein, dass sich die Einzelbeiträge nur summieren, da müssen wir auch günstige Gesamtpakete schnüren.

Die Neuen Bürger durchleben als kleinste Bürgerkorporation schwierige Zeiten, wie wollen Sie neue Mitglieder gewinnen?

Eßmann: Wir müssen mehr aufpassen als andere Corps, um mit der Mitgliederzahl nicht unter eine kritische Größe zu rutschen. Doch aktuell ist die Entwicklung positiv. Wir werden zum Peiner Freischießen fünf Neuaufnahmen haben. Besonders stolz bin ich darauf, dass es nicht nur neue Mitglieder aus den eigenen Reihen sind, sondern wir auch zwei Neue Bürger aus dem Corps der Bürgersöhne rekrutieren konnten. Von dort kommen die „Gelernten“, also Freischießen-Freunde, die die Tradition von der Pike auf gelernt haben. Das ist aus meiner Sicht ganz wichtig.

Das Gros kommt aber aus der Jugendschießabteilung der Neuen Bürger.

Eßmann: Das ist richtig. Im kommenden Jahr werden wir wahrscheinlich acht Neuaufnahmen im Corps haben. Alle kommen aus der Jugendschießabteilung, in der ich selbst groß geworden bin. Aber vielleicht können wir noch weitere Freischießen-Fans begeistern, bei uns haben sie eine Chance, schnell Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel als Schreiber, Waffenwarte oder Unteroffiziere im Kollegium.

Dass der neue Hauptmann der Neuen Bürger Stefan Eßmann heißt, wurde schon lange gemunkelt, dass sein Adjutant Rainer Seifert heißt, ist eher eine echte Überraschung.

Eßmann: Das ist richtig. Ich hatte mit einem Partner bereits vor vier Jahren intern Interesse an der Führungsrolle bekundet. Mein designierter Adjutant musste aber aus beruflichen Gründen ziemlich schnell die Pläne fallenlassen.

Und wann fiel die Entscheidung zugunsten von Rainer Seifert?

Eßmann: Bei einer der letzten Kollegiumssitzungen vor den Wahlen. Wir hatten zwar einige Kandidaten, die im Zweifel bereit gewesen wären, das Amt des Adjutanten zu übernehmen, wirklich überzeugt war aber keiner von ihnen. Übrigens ist Rainer kein Verlegenheitskandidat, ich hatte ihn schon sehr früh auf der Liste und auch angesprochen.

Und wie sind Sie dann Adjutant geworden?

Seifert: Ich hatte seinerzeit schon gesagt, dass mit das Amt reizen würde, wollte mich aber nicht vordrängeln. Bei der besagten Kollegiumssitzung hatte ich in einer Pause dann ein Gespräch mit Frank Görmer und habe ihm gegenüber mein Interesse noch einmal bekundet. Da ist Frank dann vor die Versammelten getreten und hat nur gesagt: ,Der Seifert macht es‘. Damit war klar, dass ich vom Kollegium als Adjutant vorgeschlagen werde, wer würde schon seinem Hauptmann widersprechen.
Thorsten Pifan

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