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Charly Kaufmann geht in den Ruhestand

Chef des Protokolls Charly Kaufmann geht in den Ruhestand

Ohne Hans-Jürgen „Charly“ Kaufmann als Chef des Protokolls ist das Freischießen gerade für die jüngere Generation gar nicht denkbar. 26 Jahre hatte er dieses Amt inne – und doch war das Freischießen 2012 das letzte, das Kaufmann als Protokoll-Chef begleitete. Morgen um 18.30 Uhr bei der Bürgerversammlung im Saal der Schützengilde wird er feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

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Peine. „Charly“ Kaufmann hatte 1971 mit Freischießen gar nichts am Hut. Damals kam er als junger Auszubildender ins Peiner Rathaus. Klar, mit den Kollegen zog er über den Platz und durch die Zelte. Doch was Freischießen so wichtig machte, das wusste er damals nicht. Erst die Zusammenarbeit mit Thees Burfeind führte ihn langsam an die fünfte Jahreszeit heran. Burfeind war bis 1986 Chef des Protokolls, bis er Gemeindedirektor in Edemissen wurde. Kaufmann wurde sein Nachfolger – und das als Lehrter.

Als Burfeind ihn einarbeitete, machte sich Kaufmann zettelweise Notizen. Jahr für Jahr verfeinerte er seine Aufzeichnungen im Hinblick auf folgende Fragen: „Worauf muss ich achten? Was muss ich dabei haben? Was kann schiefgehen?“

Noch gut kann sich „der scheidende Protokoll-Chef an sein „erstes Mal“ erinnern. Was war das für eine Anspannung. Erst als der Bürgermeister am Dienstagabend traditionell verkündete: „Und hiermit beende ich das Peiner Freischießen  1986“, da begann er mit den Füßen zu wippen. Ein Phänomen, das Kaufmann übrigens auch beim Debüt der Bürgerschaffer Hartmut Kühnel und Hans-Peter Männer beobachtete. Ab Mai war Kaufmann für seine Familie kaum noch ansprechbar. „Wenn ihr große Wünsche habt, dann wartet bis nach Freischießen“, sagte er dann stets. Inzwischen ist die Fülle der Aufgaben weniger geworden. „Ich probiere aber zum Beispiel noch die richtige Mischung des Eulenumtrunks“, sagt er.

Vier Bürgermeister hat Kaufmann als Chef des Protokolls erlebt: Gerhard Heinze, Ulrich Biel, Udo Willenbücher und Michael Kessler. Eine große Ehre widerfuhr ihm im Jahr 2007. Damals war Erzherzog Dr. Otto von Habsburg in Peine. Und bei dieser Gelegenheit schlug er Kaufmann zum Ritter von Habsburg. Ebenfalls Ritter von Habsburg sind übrigens Ulrich Peitmann, Holger Willies, Hartmut Gaus und Günter Meyer. Ein bisschen zieht Kaufmann im Hintergrund die Fäden. Sein Blick geht immer zur Uhr. Denn Programm und Termine beim Freischießen sind eng getaktet. „Mit dem einen oder anderen Bürgermeister hatte ich da so meine Schwierigkeiten, weil der nicht so wollte, wie es das Protokoll vorschreibt“, sagt Kaufmann schmunzelnd. Um welchen es sich handelt, darüber schweigt er jedoch – so will es das Protokoll.

Und wie erlebt Kaufmann das Freischießen 2013? Da will er die fünfte Jahreszeit endlich einmal genießen – mit ganz viel Freiheiten. Und ein wenig Protokoll.

Thorsten Pifan

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