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Bildung: Vom Bienenkorb zum Sporthaus

Die Korporationen Bildung: Vom Bienenkorb zum Sporthaus

In einer Serie wirft die PAZ einen Blick auf die Geschichte der Korporationen. Heute geht es um den TSV Bildung.

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Peine. Bevor sich der TSV Bildung Peine seine Heimat an bekannter Adresse an der Schäferstraße 33 schuf, lag das Vereinsheim im Herzen der Stadt. Am 8. Mai 1895 wurde bei der Generalversammlung des damaligen Arbeiter-Bildung-Vereins der Bau eines eigenen Hauses besprochen. Ein Grundstück war 1894 an der Goethestraße 16 erworben worden.

1904 erfolgte die feierliche Einweihung des lang ersehnten Vereinsheims. Der Bau umfasste weder Saal noch Turnhalle. Es gab aber Räume, in denen bis zu sieben Schulfächer unterrichtet wurden. Im Januar 1936 musste sich eine außerordentliche Mitgliederversammlung dem politischen Druck beugen. Der Verein wurde aufgelöst.

Das Grundstück samt Gebäude und Inventar wurde verkauft, um Verbindlichkeiten zu begleichen. Nur wenige Stücke wurden gerettet und unter den Vereinsmitgliedern aufgeteilt. Einige Relikte sind bis heute erhalten.

Heute hat die Peiner SPD ihren Sitz in dem Gebäude an der Goethestraße. Im Dachgiebel des Hauses ist aber immer noch das Vereinszeichen des TSV Bildung Peine, der Bienenkorb, zu sehen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gründete sich der Verein am 9. September 1946 wieder. Schnell stand das Thema Bau eines neuen Sporthauses auf der Tagesordnung. 1958 wurde der Grundstein gelegt.

1959 wurde das Sportjugendheim eingeweiht. Dank der erfolgreichen Entwicklung des TSV Bildung musste zum 100-Jährigen des Vereins angebaut werden. Die Erweiterung war 1967 fertiggestellt. Von 1977 bis 1988 standen zahlreiche Veränderungen und eine dritte Erweiterung an. So wurde der Schießstand saniert, genauso wie die sanitären Einrichtungen. Ein Feuer im April 1991 richtete einen erheblichen Schaden an.

Die Gäste einer Geburtstagsveranstaltung im Vereinsheim mussten das Gebäude durch ein Fenster verlassen. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell im Griff. Dennoch wurden der Aufenthaltsraum im Erdgeschoss, die Küche, die Theke sowie das gesamte Mobilar ein Opfer der Flammen.

Der Sportbetrieb konnte fast ohne Einschränkungen weitergehen, auf die Vereinsmitglieder kam jedoch eine ganze Menge Arbeit zu. Der gesamte Wiederaufbau zog sich bis ins Jahr 1995 hin und benötigte die volle Leistungskraft vieler Vereinsmitglieder.

In den folgenden Jahren seit 1995 standen immer wieder kleinere Veränderungen und Renovierungen an. Seit der Entstehung ist das Vereinsheim des TSV Bildung ein beliebter Treffpunkt für viele Aktivitäten der unterschiedlichen Generationen.

Rückblickend sei der Mut und die Weitsicht der Vorstände zu bewundern, die dieses Projekt geschaffen haben, aber auch den vielen Vereinsmitgliedern zu danken, die bis heute mit ihrer ehrenamtlichen Tatkraft immer zur Stelle waren und somit zum Erhalt beigetragen haben.

Thorsten Pifan

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