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Ilseder gedenken am Samstag der Opfer des Familiendramas

Mordfall Ilseder gedenken am Samstag der Opfer des Familiendramas

Groß Ilsede. Zum Gedenken an die vier Opfer des grausamen Mordes in Groß Ilsede findet am kommenden Samstag, 23. Juni, ein ökumenischer Trauergottesdienst in der St.-Bernward-Kirche statt. Beginn ist um 11 Uhr.

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Warum? Ein Holzschild mit einem Kreuz darauf stellt die drängendste Frage, die vermutlich nie beantwortet werden kann.

Quelle: dpa

„Es gibt Gebete, Zeichen, Symbole - wie bei einem normalen Gottesdienst. Aber es wird auch Stille herrschen, Zeit zum stillen Gedenken geben“, erläutert Kirchenkreissprecher Burkhard Rothermund mit Blick auf den öffentlichen Trauergottesdienst am Samstag in der Groß Ilseder St.-Bernward-Kirche. „Der Gottesdienst ist für alle Trauernden“, betont Rothermund. Bereits kurz nach der Tat nahmen am vergangenen Freitag rund 200 Trauernde an einer Andacht in der evangelischen St.-Nikolai-Kirche teil (PAZ berichtete).

Rothermund rechnet in der größeren katholischen St.-Bernward-Kirche mit mehr Besuchern. Er sagt: „Es werden sicherlich auch viele Betroffene aus dem Umfeld, der Schule oder der Feuerwehr kommen.“

Den ökumenischen Gottesdienst am Samstag halten der evangelische Pastor Walter Faerber und der katholische Pfarrer Thomas Mogge gemeinsam - Pastor Faerber betreute bereits die Andachten an den Schulen und wird die Predigt bei der Trauerfeier halten.

Die Beisetzung der Kinder findet zu einem späteren Zeitpunkt im engen Kreis der Familie statt.

Der mutmaßliche Mörder der vier kleinen Kinder, Andreas S. (36), liegt noch immer im künstlichen Koma. „Sein Zustand ist unverändert, er schwebt weiter in Lebensgefahr“, sagte Polizei-Sprecherin Natascha Aust.

Andreas S. soll in der Nacht zu Freitag erst seine vier Kinder ermordet und dann versucht haben, sich selbst das Leben zu nehmen. Die Kleinen legte er dann ins Ehebett.

Die Mutter war zu diesem Zeitpunkt in Dänemark. Inzwischen hat die Polizei mit der Frau gesprochen. Ihr Gesundheitszustand lasse es derzeit aber nicht zu, sie weiter zu Hintergründen der Tat zu befragen. Auch das endgültige Obduktionsergebnis liegt noch nicht vor. Offen ist zum Beispiel, ob Andreas S. seine Kinder vor dem Mord betäubt hat.

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