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Ilseder Mordfall: Gutachter erwägt Psychiatrie für Andreas S.

Peine Ilseder Mordfall: Gutachter erwägt Psychiatrie für Andreas S.

 Peine/Hildesheim. Der Psychiater und Gutachter Johannes Pallenberg hat Andreas S. gestern eine Persönlichkeitsstörung attestiert. Der 37-Jährige, der zugegeben hatte, am Abend des 14. Juni seine vier Kinder getötet zu haben, leide unter schweren Depressionen und neige unter Alkoholeinfluss zu aggressiven Impulsen, sagte Pallenberg am dritten Prozesstag am Landgericht Hannover.

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Psychiater und Gutachter Johannes Pallenberg (l) mit Gerichtsmediziner Dr. Knut Albrecht.

Quelle: mic

Der Psychiater geht davon aus, dass Andreas S. zur Tatzeit vor allem sein Suizidgedanke antrieb, der in einem versuchten erweiterten Suizidversuch endete. Der Angeklagte habe möglicherweise raptusartig gehandelt - das bedeute plötzlich und unvermittelt aus einer völlig normalen Situation heraus, er habe offensichtlich „in einer Art Selbstmordwahn einfach einen Schalter umgelegt“.

Nach Ansicht Pallenbergs hat Andreas S. seine Söhne (drei, fünf und neun Jahre) und seine zwölfjährige Tochter im Zustand erheblich eingeschränkter Steuerungsfähigkeit begangen. Diese Einordnung ist für ein später zu befindendes Strafmaß mit entscheidend. Pallenberg sieht die Voraussetzungen für eine dauerhafte Unterbringung des 37-Jährigen in einer Psychiatrie für gegeben. Er werde wohl noch über Jahre selbstmordgefährdet sein.

Der bis zum Tatzeitpunkt weder auffällige noch vorbestrafte 37-Jährige habe ein sehr auf die Familie bezogenes Leben geführt, sich selbst zurückgenommen, und gleichzeitig massive Probleme gehabt, seine Bedürfnisse zu leben.

Andreas S. selbst hat nach Aussage des Psychiaters keine Erklärung für den Mehrfachmord. Er habe wohl aus Angst heraus gehandelt, die Kinder zu verlieren: „Ich wollte, dass wir alle zusammen sind“, habe der Angeklagte ihm gegenüber geklärt.

Für 31. Oktober sind die Plädoyers geplant, die Urteilsverkündung findet nun doch am 8. November statt.

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