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Reaktionen auf das TV-Duell: Peiner Politiker diskutieren mit

Kreis Peine Reaktionen auf das TV-Duell: Peiner Politiker diskutieren mit

Kreis Peine. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) trafen am Sonntagabend im TV-Duell aufeinander (PAZ berichtete). Von allen politischen Lagern war das verbale Kräftemessen mit Spannung erwartet worden. Die PAZ fragte in Peine nach, wen die Akteure als Sieger sahen.

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TV-Duell der Kanzlerkandidaten: Am Sonntagabend trafen Kanzlerin Angela Merkel und ihr Herausforderer Peer Steinbrück im Fernsehstudio direkt aufeinander.

Quelle: ZDF

„Es war ein aufschlussreiches Aufeinandertreffen“, sagt SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender Günter Hesse. SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hätte präzise gesagt, was er wo verändern und weiterentwickeln wolle, wenn er nach dem 22. September ins Kanzleramt einziehe. Hesse: „Steinbrück hat bei den Leuten Interesse geweckt, die bisher noch unentschieden waren, wen sie wählen sollen, das haben die Umfragen unmittelbar nach der Ausstrahlung gezeigt - und das war wichtig.“

CDU-Kreistagsfraktions-Chef Hans-Werner Fechner sieht das naturgemäß anders: „Angela Merkel hat einen souveränen Auftritt beim TV-Duell gehabt“, sagt er, auch wenn er sich gewünscht hätte, dass Merkel an einigen Stellen deutlicher gewesen wäre. Steinbrück hingegen habe eine Art, die „gewöhnungsbedürftig“ sei, findet Fechner.

Elke Kentner, Grünen-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, hat am Sonntagabend keinen Sieger ausgemacht, sieht aber leichte Vorteile für Steinbrück, der sich nach ihrer Ansicht gut geschlagen habe. Sollte die SPD bei der Bundestagswahl am 22. September stärkste Kraft werden, sind die Grünen der Wunschpartner für eine Regierungskoalition.

„Angela Merkel in vielen Punkten nicht konkret genug reagiert, aber das hatten wir ja auch nicht anders erwartet“, sagt Kentner. Insgesamt hätte sich die Politikerin mehr Biss im TV-Duell gewünscht. „Diese Tendenz ist immer mehr zu erkennen“, bilanziert sie: Auf der einen Seite würde nach kernigen Typen in der Politik gefragt, auf der anderen Seite müsse jeder der aus sich herausgeht, mit mächtig Gegenwind aus allen Richtungen rechnen.

Holger Flöge, Kreisvorsitzender der FDP im Peiner Land, hat beim TV-Duell keine neuen Argumente gehört: „Das wäre aber auch überraschend gewesen“, sagt er. Dass Merkel der FDP ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen habe und sie als Wunschpartner in einer neuen Regierung sieht, war für Flöge ebenfalls keine Überraschung: „Merkel kann nicht direkt dazu aufrufen, FDP zu wählen“, sagt er. Es sei aber klar, dass sie eine schwarz-gelbe Koalition wolle. „Und so etwas funktioniert nur, wenn man sich vertraut“, so Flöge. Steinbrück habe sich auch am Sonntag schwer getan. „Dass er Merkel Verfassungsbruch vorwirft, ist eine maßlose Übertreibung“, sagt Flöge.

pif

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