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„mauern“: Gospelchor zeichnete Geschichte nach

Peine „mauern“: Gospelchor zeichnete Geschichte nach

Peine. Der Gospelchor der St.-Urban Gemeinde ist mittlerweile seit Jahren ein fester Bestandteil des kulturellen Peiner Lebens. Am vergangenen Wochenende wurde der Chor erneut seinem Ansehen gerecht: Mit zwei Konzerten - davon eines in Leipzig - wurde das neue Programm mit dem Titel „mauern“ vorgestellt.

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Die deutsche Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg ist Thema des neuen Programms „mauern” des St.-Urban-Gospelchors.

Quelle: im

Doch die erste Aufführung fand vor dem Peiner Publikum in der St.-Jakobi-Kirche statt. Das Konzert am Freitagabend war mit 700 Gästen ausverkauft. Das Thema „mauern“ war dabei passend zum Mauerfall vor 25 Jahren gewählt und wurde mit viel Engagement und Detail-Liebe umgesetzt. Dies und die Begleitung von einer fünfköpfigen Live-Band ließen das zweistündige Konzert zu einem tollen Erlebnis werden.

Eine große Leinwand oberhalb der Sänger diente zur Unterstützung der Aussagen und dort war vor und während des Beginns ein großer roter Apfel projiziert. Als dann das Licht gedimmt wurde, traten mit Adam und Eva zwei Figuren auf die Bühne, die den Apfel, der nun von Chorleiter Lars Peters gehalten wurde, mit sich nahmen. Es folgte der Einsatz es Chors, der unter dem Geheul eines Bombenalarms auf die Bühne rannte: Der Zweite Weltkrieg bildete die Grundlage für den folgenden historischen Abriss der innerdeutschen Teilung und Wiedervereinigung.

Dabei wurden einschneidende Erlebnisse, wie der Wiederaufbau nach dem Weltkrieg, der Mauerbau sowie fehlgeschlagene und geglückte Fluchten mit Liedern vorgestellt und präsent gemacht.

Vor allem der Mauerbau, bei dem die Chormitglieder im Mittelgang der Kirche eine Barrikade aus Licht und Absperrband errichteten, wurde so sehr plastisch dargestellt. Bis die Vorstellung zeitlich bei der Wiedervereinigung angelegt war, teilte sich zudem der Chor in zwei Teile auf - noch ein Mittel, um die Trennung deutlich zu machen.

Als die Mauer fiel, stand der Chor mit riesigen Bannern auf der Bühne, die die Meinung der Deutschen 1989 repräsentierte: „Wir sind das Volk!“

Nach dem Mauerfall folgte die Pause, in der bereits viel über das Gesehene diskutiert wurde. Danach ging es munter weiter. Hierbei stand nun die Frage im Mittelpunkt, was mit der gewonnen Freiheit gemacht werden kann. „Freiheit bringt auch Verantwortung mit sich“, wie Pastor Joachim Jeske im Gespräch vor dem Konzert erklärte. Die Lösung ist einfach und doch schwierig: Jeder kann selbst entscheiden, wie sein eigenes Paradies aussehen soll.

Am Samstag trat der Gospelchor dann noch einmal vor über 950 Besuchern in der Nikolaikirche in Leipzig auf. Damit zeigte sich insbesondere Jeske sehr zufrieden: „Die Resonanz hier in Peine ist toll, und der Auftritt in Leipzig vor 950 Zuschauern ist eine ganz spannende Erfahrung.“ Das Konzert stieß in Peine auf viel Zustimmung. Gerd Burgdorf aus Stederdorf beispielsweise sagte: „Der Gesang gefällt mir sehr gut und das Thema ist spannend. Dazu ist auch die Bühne toll hergerichtet.“

jaw

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