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Zweiflügliges Tor als Schutz im Norden

Archäologie Peine Zweiflügliges Tor als Schutz im Norden

Die starke Stadtbefestigung Peines ist im 30-Jährigen Krieg geschliffen worden. Nach dem Krieg bauten die Peiner ihre Festung wieder aus und es entstand das sogenannte Katzhäger Tor, so die Erkenntnisse des Archäologen Thomas Budde. Statt einer Zugbrücke schützte nun ein zweiflügliges Tor die Bürger vor Feinden.

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Peine. In der frühen Neuzeit wird aus dem sogenannten Hagentor in Peines Nordosten das Katzhäger Tor. Die Stadtansicht veränderte sich innerhalb weniger Jahrzehnte sehr stark. Denn die Befestigung war während des 30-Jährigen Krieges von den Welfen geschliffen worden. Das war im Jahr 1633 – mitten im Krieg, der von 1618 bis 1648 dauerte. Erst um 1660 bauten die Peiner ihre Festung wieder aus.

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war die sogenannte Katzhagen-Vordstadt bereits gegründet worden und gaben Reisenden, die aus Nordosten kamen einen ganz neuen Blick auf die Stadt. Doch auch die Befestigungen rund um das mittelalterliche Hagentor waren verschwunden. Die Stauteiche, die ein Umgehen des Stadttores verhindern sollten, waren trocken gelegt. Die lang gezogene Hagenbrücke war ebenfalls verschwunden. Sie war ersetzt worden durch einen aufgeschütteten Damm. An der Stelle, an der einst das Hagentor stand, waren Bohlen in den Boden eingelassen gewesen. Das sind die Erkenntnisse des Archäologen Thomas Budde.

Bei seinen Arbeiten während des Ausbaus des Rosenhagen stieß er allerdings nicht auf Reste des Katzhäger Tor. Budde geht davon aus, dass die Fundamente bereits bei der Verlegung von Versorgungsleitungen in dem Viertel größtenteils zerstört worden sind. Die Fundamente aus Holzstämmen des mittelalterlichen Tores sind im moorigen Boden konserviert worden.

Budde bezieht sich daher auf Zeichnungen von Zeitgenossen und historische Schilderungen. So ist im Kämmerei-Register der Stadt im Jahr 1660 verzeichnet, dass ein Flügel des Tores repariert werden musste. Gleichzeitig haben an dem Tor Rammarbeiten stattgefunden. Die Kosten dafür sind überliefert. Sicher nachweisen kann Budde es nicht, er ist bei seiner Grabung aber auf Pfahlgründungen aus der frühen Neuzeit gestoßen, ob sie mit den Überlieferungen aus dem Kämmerei-Register in Zusammenhang stehen, vermag er aber nicht zu belegen. Die Erwähnung könnte sich auch auf Palisadenreihe beziehen, die Teil der Befestigung gewesen ist, und längst nicht mehr steht.

Solch eine Palisadenreihe ist etwa am Südrand des neuen Tor auf einigen Zeichnungen aus der Zeit abgebildet. Auf dem Stadtbild aus dem Jahr 1675 ist das Katzhäger Tor auch zu sehen. Allerdings ist es offen, Türen sind dort nicht zu erkennen. Doch fehlt in der Darstellung zum Beispiel auch der Schlagbaum, der damals die Grenze zu Braunschweig markierte. Dieser Schlagbaum soll bereits seit 1580 bestanden haben.

Budde geht aber trotz der Abbildung fest davon aus, dass das Tor zu verschließen gewesen ist. Darauf deuten die Aufzeichnungen des Kämmerei-Register hin.

pif

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