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Zwei Monate Bewährung für Brandstifter

Peine Zwei Monate Bewährung für Brandstifter

Peine/Lahstedt. Offensichtlich nur unter Einfluss von Alkohol ließ ein 39 Jahre alter Peiner seinen Frust aus, indem er 2011 beispielsweise Mülltonnen und Container anzündete. Aber auch an einem Grillplatz an einem Sportheim zündelte er.

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Justitia ließ Milde walten: Das Schöffengericht verurteilte am Dienstag einen 39-jährigen Feuerwehrmann zu zwei Monaten auf Bewährung.

Quelle: A

Peine. Aufgrund eines besonderen juristischen Umstands, dem sogenannten Strafklageverbrauch, verurteilte ihn das Schöffengericht im Peiner Amtsgericht gestern nur zu einer Haftstrafe von zwei Monaten auf Bewährung.

Da der Mann aus stark belasteten familiären Verhältnissen seit seinem neunten Lebensjahr trank, hatte sich eine ganze Reihe von nicht nur einschlägigen Vorstrafen bei dem Feuerwehrmann angesammelt. Ein Gutachter hatte ihn für handlungs- und schuldfähig befunden.

135 Euro Sachschaden entstanden beispielsweise, als er angetrunken die drei Mülltonnen am Wohnhaus seines damaligen Vermieters angesteckt hatte. Ihm wollte er bewusst Schaden zufügen, sagte er aus. Der hatte ihm zuvor die nach dem Prinzip der Mülltrennung versehentlich falsch eingefüllten, stinkenden Tüten wieder vor die Wohnungstür gepackt.

Dass die zweite Tat ein Unfall war, nahm im Gerichtssaal keiner dem Feuerwehrmann ab: Er habe nur eine ausgedrückte Zigarettenkippe in einem der Behälter entsorgen wollen, als danach drei Altpapiercontainer in Flammen aufgingen - Schaden: 600 Euro.

Ausgerechnet die schwerste Tat blieb jedoch für das Strafmaß folgenlos: Wieder aus Frust über seinen Vermieter - diesmal ging es um ungenügende Schimmelbekämpfung in der Wohnung - wollte er ihn so treffen, dass es wehtut. Er zündelte am Grillplatz beim Vereinsheim von Fortuna Oberg, dessen Pächter der Vermieter war. Ihn suchte der Täter aber gleich persönlich auf und unterrichtete ihn von dem Feuer, der daraufhin die Feuerwehr alarmierte. Es entstand glücklicherweise kein nennenswerter Schaden.

Die Autofahrten zum und vom Tatort zum Vermieter und zurück unternahm er unter Alkohol und ohne Führerschein und war dafür bereits verurteilt worden. In diesen Fall gelten die illegale Autofahrt und das Zündeln zusammen als eine Straftat, für die der Täter nicht ein zweites Mal belangt werden kann. So hat es auch der Bundesgerichtshof in einem Vergleichsfall bestätigt, und das Gericht stellte dementsprechend diesen Fall ein.

hui

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