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Zwei Brände in Recycling-Zentren: Rätselraten um die Brandursachen

Kreis Peine Zwei Brände in Recycling-Zentren: Rätselraten um die Brandursachen

Mehrum. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen hat es in einem Recycling-Betrieb in der Gemeinde Hohenhameln gebrannt. Bereits zum zweiten Mal sind vor allem die Stoffe betroffen, die gerade von den Bürgern abgeholt worden waren. Es liegt nahe, Brandstiftung als Ursache anzunehmen, was die Polizei zumindest prüft. Die Feuerwehr indes schließt Selbstentzündung nicht aus.

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Einsatz unter Atemschutz in der Mehrumer Recyclinghalle.

Quelle: pif

In der Nacht zum 11. September war auf dem Deponiegelände in Stedum ein Feuer ausgebrochen (PAZ berichtete). Drei Tage hatten gelbe Säcke und Hausmüll gebrannt, weil die Feuerwehr in der einsturzgefährdeten Halle nicht an den Brandherd gelangt war. Am Morgen des 26. Septembers brannte es im Mehrumer Kompostwerk. Dort hatte Grünschnitt Feuer gefangen, der noch mit Plastikmüll durchsetzt gewesen war.

Bei beiden Bränden gilt die Ursache noch als ungeklärt. „Wir haben die Ermittlungen aufgenommen, genaue Untersuchungen sind aber schwierig“, erklärte Polizei-Sprecher Rüdiger Ulrich gegenüber der PAZ: Zunächst müsse der Brandherd ausgemacht werden. Da in beiden Fällen Brandschutt und Asche zum Ablöschen von Radladern hatten auseinander gefahren werden müssen, dürfte sich das als äußerst schwierig gestalten. Ist der Brandherd gefunden, müssten Proben der dort vorhandenen Materialien gezogen und analysiert werden. „Erst dann können wir sicher feststellen, ob Brandstiftung, fahrlässige Brandstiftung oder Selbstentzündung vorliegt“, so Ulrich.

Für Hohenhamelns Gemeindebrandmeister Günther Becker ist für das Feuer im Mehrumer Kompostwerk Selbstentzündung naheliegend: Er kritisiert die praktizierte Mülltrennung vieler Bürger. „In den grünen Tonnen ist oft viel mehr als nur Bioabfall oder Grünschnitt.“ Da beim Gärungsprozess - wenn aus Grünschnitt und Biomüll Kompost entsteht - ohnehin hohe Temperaturen herrschten, könnten leicht entzündliche Stoffe, die in der Biotonne nichts zu suchen hätten, Feuer fangen.

Nach der Belastung der freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde hofft Becker auf ruhigere Wochen: „Wir haben aber von der Kreisbereitschaft eine tolle Unterstützung bekommen.“ Die harten Einsätze gingen zwar an die Substanz, seien aber ein Beleg für die Helfer, dass sie gebraucht würden. Der Einsatz sei ein Signal an die Politik, die Wehren nicht zum Ziel von Sparplänen werden zu lassen.

pif

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