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Zustell-Ärger: Post arbeitet an einer Lösung

Peine Zustell-Ärger: Post arbeitet an einer Lösung

Seit Tagen häufen sich im Landkreis Peine die Beschwerden über die verspätete Postzustellung. Krankheit, Versammlung, Feiertage - die Liste der von der Deutschen Post genannten Ursachen ist lang. Doch warum gibt es einen so hohen Krankenstand? Sind die Zusteller überfordert? Die Post reagiert: In Peine wird das Personal aufgestockt.

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Peine. Größere Zustellkreise, weniger Mitarbeiter, unerträgliche Mehrarbeit - mit diesen Argumenten rechtfertigen sich die Briefträger im Landkreis derzeit bei den Postkunden. Jan Gödecke, Inhaber von Gödecke Tabakwaren in Wendesse, hofft auf Besserung. „Das geht schon seit Langem so, immer mal wieder kommt keine Post“, so Gödecke. „Ich bekomme häufig auch Ware per DHL, und es ist sehr unangenehm, wenn ich Kunden vertrösten muss, weil nichts angekommen ist.“

Eine angespannte Situation, die auch Walter Kloß, Betriebsratsvorsitzender der Post-Niederlassung Brief Hannover - zu der der Zustellbezirk Peine gehört - bestätigt. „Wir benötigen mehr Personal“, so Kloß. „Qualität braucht genügend und motivierte Leute.“ Kollegen würden bis an die Grenzen der erlaubten Arbeitszeiten gehen, müssten immer mehr Sendungen zustellen.

Für die Weihnachtszeit hat die Deutsche Post bundesweit 10000 zusätzliche Aushilfen eingestellt. „Die brauchen wir auch“, sagt Kloß. Neue Festanstellungen seien in diesem Jahr jedoch kaum zu verzeichnen, befristete Verträge wurden nicht verlängert. Und Kloß weiß warum: „Es geht immer um das Budget.“

Hinzu kämen veränderte Entwicklungen wie etwa eine enorme Mengensteigerung - Versandhäuser und Online-Shopping laufen gut. Um das daraus resultierende stark erhöhte Sendungsvolumen zu bewältigen arbeite das Personal häufig bis in die Dunkelheit. In den Regionen, in denen Post und Pakete - wie in Peine - im Verbund zugestellt werden, sei das hohe Paketaufkommen besonders problematisch. „Die in der Betriebsvereinbarung geregelten Arbeitszeiten sind dann nur einzuhalten, wenn etwas liegen bleibt“, meint Kloß. Für ihn gibt es nur eine Lösung: „Wir sind Marktführer und versprechen Qualität. Das ist nur möglich, wenn wir so viel Personal haben, dass auch kurzfristige Ausfälle kompensiert werden können.“

In Deutschland überwacht die Bundesnetzagentur, dass sich die Deutsche Post - die sich freiwillig als Universaldienstleister verpflichtet hat - an die Post-Universaldienstleistungsverordnung hält. „Darin steht auch, dass eine Postzustellung einmal werktags zu erfolgen hat“, so Sprecherin Linda Sydow. „Bei Beschwerden von Verbrauchern melden wir uns bei der Post, die dann zu den Beschwerden Stellung nehmen muss.“ Anschließend werde überwacht, ob sich eine Besserung eingestellt hat. „Kurzweilige krankheitsbedingte Verzögerungen kann es aber immer geben.“

Verbraucher-Telefon der Bundesnetzagentur: 030/22480515. Weitere Kontakt-Infos auf www.bundesnetzagentur.de.

ju

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