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Zurück zum neunjährigen Gymnasium: Peiner Schulen begrüßen geplantes G9

Kreis Peine Zurück zum neunjährigen Gymnasium: Peiner Schulen begrüßen geplantes G9

Aus fürs Turbo-Abi: Das Land Niedersachsen möchte das sogenannte G8 wieder abschaffen und zum Schuljahr 2015/16 zurückkehren zum angepassten neunjährigen Gymnasium. Die Peiner Schulen mit Hochschulreife begrüßen diese Entscheidung. Die PAZ hat sich bei hiesigen Rektoren umgehört.

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In Niedersachsen soll bald wieder das neunjährige Gymnasium eingeführt werden.

Quelle: A

„Unsere Schule setzt sich sehr für das G9 ein, obwohl wir nicht eins zu eins zurück möchten zum alten Modell“, so Silberkamp-Leiterin Ulrike Bock. Sie stehe für eine überarbeitete Variante des neunjährigen Gymnasiums mit der Möglichkeit, dass bessere Schüler ihre Schulzeit verkürzen können und schlechtere Schüler entsprechend Förderung erhielten. Mit dem G9 bliebe wieder mehr Zeit für außerunterrichtliche Aktivität, etwa für Sprachzertifikate und Kreativangebote. „Ich bin jetzt gespannt auf die Vorschläge der zuständigen Kommission“, so Bock.

Auch Dr. Jan Eckhoff, Leiter des Ratsgymnasiums, sinnt den neun gymnasialen Jahren entgegen: „Das ist sehr gut für uns“. Die Anforderungen des G8 seien einfach zu hoch gewesen. „Der Unterrichtsstoff hat nicht zum Alter der Schüler gepasst“, so Eckhoff. Die geistige Reife, gewisse Themen zu bearbeiten, habe oft noch gefehlt. Und das eigentlich vom G8 erhoffte eingesparte Jahr sei meist ausgeblieben. Die Schulabgänger seien nicht eher auf den Markt gekommen, sondern hätten etwa durch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder längere Praktika nach dem Abschluss aufgestockt. Dennoch bestehe ja für äußerst gute Schüler die Möglichkeit, zu verkürzen durch die sogenannte Überspringerklausel.

Teilweise betroffen vom achtjährigen Gymnasium war die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Vöhrum. „Wir hatten ein sogenanntes I8, bei dem bessere Schüler schneller abschließen mussten“, erklärt IGS-Leiterin Susanne Pavlidis. Das I8 sei jedoch schon zu Beginn des laufenden Schuljahres abgeschafft worden - „und wir sind sehr froh darüber“. Denn organisatorisch sei dies ziemlich kompliziert gewesen. „Wir setzen gemäß unserem Namen auf gemeinsames Lernen“, so Pavlidis. Und wenn einige sehr gute Schüler „ausscherten“, um schneller abzuschließen, entspreche dies nicht dem IGS-Schulkonzept. „Dennoch wundere ich mich, dass sich das Ministerium schon jetzt über das G9 äußert, obwohl der Abschlussbericht der daran angesetzten Expertengruppe noch gar nicht vorliegt“, merkt die Schulleiterin „völlig wertneutral“ an.

Keine Rolle gespielt hat das G8 für die Berufsbildenden Schulen (BBS) mit beruflichem Gymnasium. „Bei uns ist das Fach-Abitur auf neun Jahre bestehen geblieben“, so Schulleiterin Heike Bickmann. Sie habe auch keine Mehranmeldungen deswegen gehabt, weil Schüler ein Fachabitur auf neun Jahre bevorzugten gegenüber einem allgemein gültigen auf acht Jahre. „Ich finde aber, dass das G9 von Vorteil ist, gerade für die persönliche Reife im Hinblick auf die Wahl eines Studiums“, so Bickmann.

ck

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