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Zum 90. Geburtstag in die Rettungswache

Peiner Wiesenstraße Zum 90. Geburtstag in die Rettungswache

Doppelten Grund zum Feiern hatte der Peiner Kreisverband des Arbeiter-Samariterbundes am Wochenende: Vor mehr als 100 Gästen aus Politik und Verwaltung stellte der Vorsitzende Romec Manns die nagelneue Rettungswache an der Peiner Wiesenstraße vor. „Die gesellschaftlichen Herausforderungen steigen“, sagte Manns, „und wir befürchten, dass die Zuschüsse sinken.“

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Romec Manns (Mitte), Vorsitzender des Peiner Arbeiter-Samariter-Bundes, skizzierte die 90-Jährige Geschichte der Hilfsorganisation und ging auf die kommenden Herausforderungen ein.

Quelle: Ralf Büchler

Peine. Leuchtend gelbe Wände mit roten Fahrzeughallentoren: Die Rettungswache des Arbeiter-Samariter-Bundes an der Peiner Wiesenstraße ist nicht zu übersehen. In den Sozialräumen müssen noch Restarbeiten erledigt werden, aber zu Mitte Dezember, spätestens zum 1. Januar soll der Umzug aus der Braunschweiger Straße beendet und der Betrieb aufgenommen werden.

Seit 90 Jahre gibt es den Arbeiter-Samariter-Bund, mit einfachsten Mitteln halfen die Freiwilligen ab 1919 den Kranken und Verletzten. In der Rettungswache gibt es sechs Fahrzeugboxen für Einsatzwagen, zwei davon belegt die Firma Daetz, die im Nordkreis im Rettungswesen aktiv ist. Dazu kommt ein Ausbildungsraum mit Sozialräumen. Etwa 600 000 Euro kostet der Bau.

Der Arbeiter-Samariter-Bund finanziert den Bau im Auftrage des Landkreises, der sich wiederum die zu zahlende Miete von den Krankenkassen wieder holt. „Mit dem Bau sind wir jetzt bei der Qualität unserer Leistungen auf dem übernächsten Stand“, sagte Manns im PAZ-Gespräch. „Diese Qualität wollen wir weiter fördern, auch wenn es finanziell überall enger wird.“ Die offiziellen Gäste sagten ihre Unterstützung zu.

Die Ursprünge des Arbeiter-Samariter-Bundes Peine gehen bis in das Jahr 1919 zurück, obwohl die ältesten, bis heute verfügbaren Unterlagen nur auf das Jahr 1927 datiert sind. Mit Pferdefuhrwerken, die in der Nähe des Walzwerkes und der Ilseder Hütte stationiert waren, wurden Verletzte und Kranke zum Arzt oder ins Krankenhaus gebracht. 1933 wurde der Arbeiter-Samariter-Bund, „weil er immer wieder laut seine Stimme als Anwalt der Schwachen und Benachteiligten erhob, im Zuge der Gleichschaltung verboten und aufgelöst“, sagte Manns.

1962 kam die Neugründung und es wurden die ersten Behindertentransporte übernommen. 1963 kam die Einbindung in den nationalen Katastrophenschutz dazu und 1964 bezogen die Samariter ein eigenes Heim an der Peiner Sundernstraße. Sie waren beim Grubenunglück in Lengede 1963 ebenso dabei wie bei der Waldbrandkatastrophe in der Heide 1972. Außerdem wurde 1981 mit der Rettungswache Vechelde ein zusätzlicher Standort eingerichtet.

Zu Beginn der 80er Jahre wurde das Heim an der Sundernstraße zu klein, es kam der Umzug 1983 ins Dienstleistungszentrum an der Braunschweiger Straße in Peine. Als es auch hier zu eng wurde baute der Arbeiter-Samariter-Bund 2008 an der Wiesenstraße die Rettungswache.

Neben dem Rettungswesen entwickelten sich der Hausnotruf und Essen auf Rädern und 1991 häusliche Krankenpflege. Als gemeinnütziger Verein hat der Arbeiter-Samariter-Bund 3800 Mitglieder und mehr als 100 Fahrzeuge im Einsatz.

Michael Schröder

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