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Zukunft des Goltzplatzes bleibt ungewiss: Soccer-Hallen-Betreiber sprang ab

Peine Zukunft des Goltzplatzes bleibt ungewiss: Soccer-Hallen-Betreiber sprang ab

Peine. Die Situation ist verzwickt: Nachdem die Stadt Peine bekannt gegeben hat, dass das Projekt Baugebiet am Goltzplatz auf Eis gelegt ist, bleiben viele Fragen.

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PSG-Vorsitzender Dieter Geyersbach vor dem Sporthaus.

Quelle: mic

Was passiert mit dem sanierungsbedürftigen Sporthaus, das von der Peiner Sportgemeinschaft (PSG) genutzt wird, und das für das Baugebiet abgerissen werden sollte? Und wie geht es mit der benachbarten, leer stehenden Tennishalle weiter, in dessen Keller die PSG hätte umziehen sollen? Nur soviel scheint sicher: So schnell wird sich am Goltzplatz wohl nichts tun. Damit bleibt sowohl für die PSG die Zukunft ungewiss, aber auch für das Sporthaus und die Tennishalle.

Bei der Planung des Baugebiets am Goltzplatz mit zehn Grundstücken ist offenbar etwas schief gegangen. Es gab bereits Interessenten, die sich auf einer Liste hatten vormerken lassen, und im städtischen Haushalt waren rund 733 000 Euro für die Erschließung eingeplant. Doch der Boden auf dem Gelände ist mit Schlacke, Teer und teilweise Dioxinen belastet und muss vor einer Bebauung kostenintensiv bereinigt werden - das hat die Stadt im März bekannt gegeben. Die Erschließungskosten würden sich auf rund 1,5 Millionen Euro verteuern, was wiederum zu horrenden Grundstückspreisen führen würde.

Die Stadt hat deshalb bereits Fördermöglichkeiten geprüft. Ergebnis: „Da der Goltzplatz nicht in einem Fördergebiet liegt, ist eine kurz- oder mittelfristige Lösung nicht in Sicht“, sagt Stadtsprecherin Karin Richter. Mit den für Fördergelder zuständigen Behörden wolle man jedoch in Kontakt bleiben.

Zumindest ein kleiner Anfang wird demnächst gemacht: Direkt neben dem Sporthaus soll eine etwa 20 Zentimeter dicke, belastete Schicht, die direkt an der Oberfläche liegt, beseitigt werden. Die Kosten für die 350 Quadratmeter große Fläche liegen bei etwa 15 000 Euro. Ein Ingenieur-Büro sei mit der Entsorgung des belasteten Bodens beauftragt worden. Der Austausch des Bodens soll in der zweiten Mai-Hälfte erfolgen.

Ein weiterer Problemfall: Die benachbarte Tennishalle, die dem 2011 aufgelösten Peiner Tennisclub gehörte und nun Eigentum der Stadt ist, steht nun schon drei Jahre leer. Lediglich die sanitären Einrichtungen werden für den Schulsport genutzt. Wie die Stadt jetzt auf Anfrage erklärte, gab es bis zuletzt einen Interessenten, der dort eine Soccer-Halle mit weiteren Freizeitangeboten betreiben wollte. Die Gespräche seien jedoch Ende Februar ergebnislos abgebrochen worden, wohl auch weil eine betriebswirtschaftliche Analyse ergeben hat, dass sich ein derartiges Projekt am Standort Peine nicht trägt.

Interessant: Die Stadt Peine hat darüber hinaus eigene Berechnungen durchgeführt, was sie der Betrieb einer Soccer-Halle im Jahr kosten würde. Ergebnis: etwa 80 000 Euro. Deutlich zu viel für die klamme Stadtkasse.

mic/tk

Was passiert mit dem Sporthaus? PSG wartet auf Signal der Stadt

Der Anstrich ist verblasst, der Putz fällt von den Wänden und die Treppenstufen zur Vereinsgaststätte der Peiner Sportgemeinschaft (PSG) sind notdürftig geflickt: Das Sporthaus am Goltzplatz ist stark sanierungsbedürftig: „Seit 1987 hat die Stadt hier nichts mehr investiert“, sagt der Vorsitzende der PSG, Dieter Geyersbach, bei einem Rundgang durch das Gebäude.

Die WC- und Duschräume, die Kabinen und die Aufenthaltsräume – es ist zwar sauber, aber der Zahn der Zeit nagt in allen Ecken an der Substanz. „Aus Eigenmitteln können wir uns keine Renovierung leisten“, erklärt Geyersbach. Außerdem ist noch völlig unklar, wie es für die PSG weitergeht.

Der Pachtvertrag für das Sporthaus mit der Stadt gilt noch bis 2020. Das hat zumindest eine rechtliche Prüfung der bestehenden Kontrakte durch die PSG ergeben. Und was kommt danach? „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht“, sagt Geyersbach, der nach dem vorläufigen Aus für das Baugebiet auf ein Signal von der Stadt wartet. Stadtsprecherin Karin Richter dazu: „Die PSG hat das Angebot der Stadt, in die Kellerräume der PTC-Halle einzuziehen, seinerzeit ausgeschlagen und darauf bestanden, die Räume des Hauses für Sport und Jugend weiter nutzen zu können. Die Verwaltung erkennt keinen Grund, von sich aus erneut auf den Verein zuzugehen.“ Die Fronten sind offenbar verhärtet.

Geyersbach sagt: „Nur wenn wir wirklich aussagekräftige Unterlagen von der Stadt bekommen, können wir unsere Zukunft planen.“ In diesem Zusammenhang erinnert er an eine Vereinbarung mit der Stadt, wonach der Pachtvertrag durch die Stadt nur dann vorzeitig gekündigt werden könnte, sofern diese ein neues Sporthaus baue. Entsprechende Pläne habe es zwar gegeben, doch diese seien immer wieder verworfen worden.

Die PSG Peine hat derzeit etwa 200 Mitglieder in den Sparten Handball und Fußball, davon sind zwei Drittel Jugendliche.

mic

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