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Zugunglück in Hordorf: Lokführer verurteilt

Peine/Magdeburg Zugunglück in Hordorf: Lokführer verurteilt

Peine/Magdeburg. Fast zwei Jahre nach dem schweren Zugunglück in Hordorf in Sachsen-Anhalt mit zehn Toten ist der Lokführer des Zuges der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden.

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Verurteilt: Der 41-jährige Lokführer (hinter dem Aktenordner) bekam ein Jahr Haft auf Bewährung.

Quelle: oh

„Dieser Zusammenstoß hätte von dem Angeklagten bei ständiger Beobachtung der Strecke verhindert werden können“, sagte gestern die Vorsitzende Richterin am Landgericht Magdeburg. Der 41 Jahre alte Lokführer des 2600 Tonnen schweren Güterzuges habe gleich zwei Haltesignale übersehen.

Nahezu ungebremst raste er bei einem der schwersten Zugunglücke in Deutschland auf der eingleisigen Strecke gegen einen entgegenkommenden Personenzug. Der 41-Jährige, der im Prozess geschwiegen hatte, nahm den Schuldspruch ohne Regung auf. Die Kammer folgte mit ihrem Urteil den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. „Es war kein Freispruch zu erwarten“, sagte der Verteidiger nach der Urteilsverkündung. Der Anwalt eines Nebenklägers kündigte Revision gegen das Urteil an. Er hatte in seinem Plädoyer fünf Jahre Haft wegen Totschlags gefordert. Das Landgericht befand den Angeklagten der fahrlässigen Tötung in zehn Fällen, der fahrlässigen Körperverletzung in 22 Fällen sowie der fahrlässigen Gefährdung des Bahnverkehrs für schuldig.

Das Gericht schloss in der Urteilsbegründung aus, dass der Lokführer sich vor dem Unfall in der zweiten der beiden Loks des Güterzuges aufgehalten hatte, wie die Nebenklage vermutet hatte. Dass der Mann nur leicht verletzt wurde, sei kein Indiz dafür. Auch gebe es keine Hinweise, dass der 41-Jährige von Handy-Telefonaten abgelenkt gewesen sei. Der Mann sei zudem ausreichend ausgebildet gewesen und habe nicht unter Drogeneinfluss gestanden, sagte die Richterin.

Zusätzliche Pflichtverletzungen - neben dem Übersehen der beiden Signale - seien nicht erkennbar. Auch gebe es keine Hinweise auf technische Probleme.

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