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Zugunglück in Hordorf: Bewährungsstrafe gefordert

Magdeburg/Peine Zugunglück in Hordorf: Bewährungsstrafe gefordert

Magdeburg/Peine. Im Prozess um das schwere Zugunglück von Hordorf (Sachsen-Anhalt) hat die Staatsanwaltschaft für den angeklagten Lokführer eine Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung gefordert. Auch der Verteidiger sprach sich dafür aus.

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Der angeklagte Lokführer (41) hielt sich am Mittwoch beim Prozess um das Zugunglück von Hordorf im Landgericht in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) einen Ordner vor sein Gesicht.

Der Mann, der einen Güterzug der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter fuhr, habe den Unfall mit zehn Toten und 23 Verletzten verursacht, weil er aus Unachtsamkeit zwei Haltesignale übersehen habe, sagte Oberstaatsanwältin Martina Klein gestern am Landgericht Magdeburg.

Die Beweisaufnahme habe aber nicht ergeben, aus welchem Grund der Mann die Signale überfuhr. Der 41 Jahre alte Angeklagte schwieg dazu. Fest steht aus Sicht der Oberstaatsanwältin: Die Signale auf der eingleisigen Strecke standen am 29. Januar 2011 für den Güterzug auf Halt, der Lokführer befand sich in der ersten der zwei Loks und war nicht durch Telefonate abgelenkt. Wenn es, wie von Zeugen angegeben, sehr neblig gewesen sein sollte, hätte der Lokführer langsamer und auf Sicht fahren oder gar anhalten müssen, argumentierte Klein. Sie betonte, dass es schwierig sei, in einem Strafverfahren ein solches Geschehen aufzuarbeiten und eine angemessene Strafe zu finden. „Einen Toten kann man mit keiner Strafe aufwiegen.“

Der Verteidiger des Angeklagten, Dietmar Weitzel, machte eine Mischung aus menschlichem Versagen und einem „desaströsen Zustand der Gleisanlagen“ verantwortlich für das Unglück.

Im letzten Wort, das dem Angeklagten zusteht, entschuldigte sich der Lokführer bei den Hinterbliebenen und den Verletzten und brach in Tränen aus. Staatsanwalt und Verteidiger plädierten letztendlich für eine Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung. Das Urteil wird am Mittwoch, 28. November, verkündet.

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