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Zug-Unglück: Lokführer entschuldigte sich

Magdeburg/Peine Zug-Unglück: Lokführer entschuldigte sich

Peine. Vor dem Landgericht Magdeburg hat gestern der Prozess um das Zugunglück in Hordorf (Sachsen-Anhalt) mit zehn Toten begonnen. Der Lokführer eines Peiner Güterzugs muss sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

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Der wegen fahrlässiger Tötung in zehn Fällen angeklagte Lokführer (2.v.r.) verbirgt im Landgericht in Magdeburg neben einem Justizbeamten sein Gesicht hinter einem Aktenordner.

Der Lokführer soll Haltesignale übersehen haben und damit das Unglück am 29. Januar 2011 in der Nähe des Ortes Hordorf ausgelöst haben. Bei dem Zusammenstoß des Güterzuges der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter mit einem Nahverkehrszug des Harz-Elbe-Expresses (Hex) bei dichtem Nebel waren zehn Menschen ums Leben gekommen, mehr als 20 wurden verletzt.

Über seinen Verteidiger ließ der 41-Jährige eine Erklärung abgeben, in der er sein Bedauern zum Ausdruck brachte und sich entschuldigte. Warum er auf der eingleisigen Strecke Signale übersehen hatte, konnte er aber nicht sagen. Bei dem Unglück war der Personenzug durch den Aufprall aus den Gleisen gehoben worden und umgekippt. Für zehn Fahrgäste kam jede Hilfe zu spät. Es starben vier Mädchen und Frauen im Alter von zwölf bis 61 Jahren und sechs Männer zwischen 33 und 74 Jahren, darunter auch der Hex-Lokführer. Die Staatsanwaltschaft legt dem Lokführer des Güterzugs fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und Gefährdung des Bahnverkehrs zur Last.

Zugunglück in Hordorf

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Der 41-Jährige ließ verlesen, dass er die Haltesignale nicht wahrgenommen habe. Außerdem hieß es, er habe nur noch wenig Erinnerung an den genauen Ablauf. Das Zugunglück in Hordorf löste eine Debatte über die Sicherheitssysteme auf den Bahnstrecken aus (siehe unten).

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage geplant. 18 Geschädigte und Angehörige treten als Nebenkläger auf. Zudem sind 29 Zeugen und ein Rechtsmediziner geladen. Morgen sollen die ersten Zeugen vernommen werden. Das Urteil wird für den 18. Oktober erwartet.

tk

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