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Zu viel Frost, wenig Regen: Bauern bangen um ihre Ernte

Kreis Peine Zu viel Frost, wenig Regen: Bauern bangen um ihre Ernte

Peine . "Das ist eine einzige Katastrophe", sagt Kurt Fromme, Geschäftsführer des Landhandels Fromme. "So schlimm hat es uns seit Jahren nicht getroffen." Das frostige Frühjahr hat im Landkreis Peine weitläufig das Getreide der Landwirte verdorben. Nun droht vielen Bauern eine schlechte Ernte.

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Manuela Schneider steht in einem zum Teil beschädigten Winterweizenfeld.

Quelle: ju

Etwa ein Drittel der Wintergetreideflächen im Landkreis mussten nach dem eisigen Februar umgebrochen werden. Die jungen Pflanzen waren abgestorben und Landwirte mussten in ihre Böden erneut Saatgut einbringen. „Solche Schäden hatten wir seit Ewigkeiten nicht“, sagt Fromme. Und auch der Landesbetrieb für Statistik gibt an, dass es in Niedersachsen zuletzt im Frühjahr 1982 solche Frostschäden gab.

„Wir hatten zum Teil Temperaturen von Minus 20 Grad, hinzu kam, dass es bedauerliche Weise keine Schneedecke gab“, erklärt Kreislandwirt Wilfried Henties. „Vor allem der Winterweizen wurde stark geschädigt, ebenso die Wintergerste und der Raps.“ Einige Betriebe habe es so schlimm getroffen, dass sie bis zu 90 Prozent ihrer Flächen umbrechen mussten - und das ist teuer. Etwa 200 Euro muss ein Landwirt beim Umbrechen pro Hektar aufbringen. Saatgut, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz - all das galt es nach dem Drillen im Herbst nun erneut aufzuwenden.

Doch das normalerweise ertragsstarke Winterweizen konnte im Frühjahr nicht mehr ausgesät werden. „Einige Landwirte entschieden sich für Sommerweizen- und -gerste, andere sattelten kurzerhand auf Zuckerrüben oder Silomais für die Biogasanlagen um“, schildert Manuela Schneider vom Gut Hofschwicheldt und Geschäftsführerin des Landvolks Braunschweig. Engpässe beim Saatgut waren die Folgen.

Doch auch die leichten Böden im nördlichen Teil des Landkreises, wo Sommergetreide und Gemüse angebaut wird, haben zu kämpfen. „Unser momentan größtes Problem sind die geringen Niederschläge“, sagt Schneider. „Die Beregnungsanlagen sind Tag und Nacht im Einsatz. Viele Landwirte kämpfen mit aller Kraft, um ihre Früchte am Leben zu halten.“

ju

Hoffen auf Niederschlag: Die leichten Böden im nördlichen Landkreis haben wenig Wasserspeicherfähigkeit und verfügen daher über Beregnungsanlagen.

Besser Wasser speichern können dagegen die Böden im Südkreis, wo deshalb oft Wintergetreide angebaut wird. „Doch was nützen die besten Speicher, wenn sie leer sind“, sagt Manuela Schneider.

Deshalb hofft sie auf eine langanhaltende Regenperiode, denn wie die alte Bauernregel schon besagt. „Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun‘ und Fass.“

ju

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