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Zoff um Straßen in Stederdorf

Stederdorf Zoff um Straßen in Stederdorf

Große Bedenken gibt es im Vorfeld der geänderten Planungen im Gewerbegebiet Nord in Stederdorf. Das schlug sich gestern auch im Stadtrat nieder. Dort gab es eine kurze, aber heftige Debatte um die mögliche Schließung und Verlängerung der Straßen. Anlieger befürchten einen Verkehrsinfarkt.

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Peine. Die Straße zwischen Aldi und Kaufland im Stederdorfer Gewerbegebiet, die Caroline-Herschel-Straße, soll verlängert werden und schließlich in die Diesel-Straße münden. So sehen es die Planungen der Stadt Peine mit Kosten von 110.000 Euro vor, die gestern vom Stadtrat auf den Weg gebracht worden sind. Ziel ist es, die Gewerbegrundstücke nahe der Autobahn zu erschließen.

Kritiker befürchten, dass damit aber gleichzeitig der Weg frei gemacht wird, die bisherige Straßenführung zum Beispiel über die Spenglerstraße überflüssig zu machen. Denn im Zuge einer möglichen Erweiterung der Schokofabrik Rausch möchte der Schokoladenhersteller diese Straße schließen lassen. Sie trennt bei einer Vergrößerung die Grundstücke, auf denen die Firma liegt.
Und genau das sei die Ursache für den Anschub der Planungen, warf Ratsherr Uwe Peinz (parteilos) der Stadtverwaltung vor. Als das Gewerbegebiet ursprünglich geplant worden sei, hätten die Stadtväter nicht damit gerechnet, dass jemals solch große Grundstücke nachgefragt werden. „Wir haben die Parzellen möglichst klein gehalten“, sagte Peinz, der damals Mitglied der SPD gewesen ist.

Im Vorfeld der Ratssitzung hatte Bürgermeister Michael Kessler (SPD) zu einem Gespräch eingeladen, um Hintergründe zur Planung in Stederdorf zu erläutern. „Wir wollen dort den Startschuss für ein Verfahren geben“, sagte Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey. Die Planungen selbst würden noch nicht auf die Schließung von Straßen abzielen. „Wir müssen die Gewerbefläche an der Autobahn möglichst attraktiv erschließen, um Investoren locken zu können“, sagte Tarrey. Dazu gehöre auch die Anbindung an die Dieselstraße.

Kessler betonte, dass es jetzt die einmalige Chance gebe, Zuschüsse vom Land zu erhalten. Das müsse genutzt werden. Im Rat wiederholte er zudem, dass die Caroline-Herschel-Straße nur verlängert werden soll, wenn die Stadt die Zuschüsse tatsächlich erhält. Im Gespräch mit der PAZ sagte Kessler, dass er gestern versucht habe, vom Land eine Einschätzung zu bekommen, wie die Chancen stehen, dass Peine das Geld erhält. Dazu wollte sich in Hannover aber niemand äußern.

Vor allem die Anlieger befürchten Einbußen mit einer geänderten Verkehrsführung. So ist zum Beispiel schon jetzt die Firma Baustoff-Brandes betroffen, wenn sich die Autos nachmittags an der Kreuzung Dieselstraße und Bundesstraße 444 stauen. „Fließt der Verkehr wegen der Schließung der Spenglerstraße komplett über die Daimlerstraße, wäre Baustoff-Brandes auch die zweite Einfahrt zeitweise durch den Rückstau versperrt“, sagte Marc Nowicki vom Möbelhaus Nowicki.

Er fragt sich, warum es für Rausch nicht eine Lösung gebe, die internen Transportwege über die Spenglerstraße oder darunter hindurch zu führen. Das sei eine Alternative, die in der Planung berücksichtigt werden müsse, sagte Nowicki. Kessler versprach, bevor die Planungen für eine Änderung der Straßenführung konkret werden, gebe die Stadt ein Verkehrsgutachten in Auftrag.

pif

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