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Ziel: Flüchtlinge in Arbeit bringen

Landkreis Peine Ziel: Flüchtlinge in Arbeit bringen

Landkreis und Arbeitsagentur planen jetzt verstärkt konkrete gemeinsame Aktivitäten, wenn es darum geht, Flüchtlinge in Arbeit zu vermitteln. „Wir wollen unsere Kräfte und Infrastrukturen bündeln, um offensiv die Möglichkeiten des neuen Integrationsgesetzes nutzen zu können“, fasst Landrat Franz Einhaus eines der Ergebnisse der dritten Sitzung des Koordinierungsstabes „Flüchtlinge“ zusammen.

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Integration in den Arbeitsmarkt: Flüchtlinge sollen besser unterstützt werden - Landkreis und Arbeitsagentur planen gemeinsame Aktivitäten.

Quelle: dpa (Archiv/2)

Mehr als dreißig Vertreter von Behörden, Betrieben, Vereinen, Verbänden und Kirchen trafen sich jetzt in der Aula des Ratsgymnasiums zum Informationsaustausch und der Planung des weiteren Vorgehens.

Deutlich machte Einhaus, dass dringend ein Controlling-System erforderlich sei: „Wir benötigen für eine gelungene Integration die Darstellung konkreter Bedarfe, eine Erfolgskontrolle der installierten Maßnahmen, aber auch die Diskussion über festgestellte Widerstände oder Hemmnisse. Dabei hilft eine Erfassung und Auswertung der entscheidenden Daten aus den Bereichen Unterbringung und Wohnen, Sprache und Bildung sowie eine Analyse des Arbeitsmarkts und der gesellschaftlichen Strukturen.“

Die leicht rückläufigen Zahlen im Asylbewerberbereich – von 1.932 Personen inklusive abgelehnter Asylbewerber Anfang März auf 1.828 Personen Ende April - ließen eine gewisse Entspannung erkennen, das Augenmerk liege aber weiterhin deutlich auf der Integration der im Landkreis Peine lebenden Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern.

Bei seiner aktuellen Zusammenkunft hat sich der Stab mit dem Schwerpunkt der Arbeitsmarktintegration auseinandergesetzt und dabei auch das neue Integrationsgesetz (siehe auch PI 057/16 vom 15. April) in den Fokus genommen.

Horst Karrasch, Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit Hildesheim, stellt fest, dass eine Analyse der beruflichen Möglichkeiten von Asylsuchenden insgesamt notwendig sei, um die vom neuen Integrationsgesetz vorgesehenen Möglichkeiten neuer Arbeitsgelegenheiten optimal nutzen zu können: „Es muss klar beantwortet werden können, wer unter welchen Voraussetzungen arbeiten darf, wer was kann und welche Bedarfe die Betriebe im Einzelnen haben.“
Dies soll Einhaus und Karrasch zufolge nun kurzfristig auf den Weg gebracht werden.

„Der Einstieg in Beschäftigung bedeutet für Asylbewerber und Flüchtlinge die Möglichkeit, von Sozialleistungen unabhängig zu werden. Die Möglichkeit, soziale Kontakte aufzubauen und eine Beschleunigung des Spracherwerbs zu erreichen, sind dabei natürlich unter anderem die gewünschten Effekte“, zeigt Einhaus die Vorteile auf, „eine Koordination der unterschiedlichen Sprachkursangebote sollte dabei aber beim Landkreis und nicht beim Bund erfolgen.“

Erfreuliche Nachrichten konnte in diesem Zusammenhang Kreisvolkshochschul-Leiter Klaus Schulze den Stabsmitgliedern verkünden: „Der Landkreis Peine erhält weitere 150.000 Euro für Sprach- und Integrationskurse. Damit können wir 18 neue Kurse mit jeweils 20 Teilnehmenden anbieten.“

Dass Integration in Arbeit in den meisten Fällen ein mittel- bis langfristiger Prozess ist, haben Claudia Geyer von der Arbeitsagentur und Ulrike Scharf vom Jobcenter des Landkreises mit der anschaulichen und detaillierten Darstellung ihrer Angebotsstrukturen deutlich gemacht.

Vom Integrationsgesetz versprechen sich die Sitzungsteilnehmer eine Menge: „Zusätzliche Arbeitsgelegenheiten, eine gesicherte Ausbildungsförderung sowie neue und schnellere Zugänge zu Integrationskursen bieten als konkrete Leistungsangebote mit nachhaltigen positiven Entwicklungschancen sehr gute Integrationsanreize“, erhofft sich Einhaus von den neuen Regelungen, „ein Integrationsprozess kann dadurch spürbare Beschleunigung erfahren“.

Ziel sei es laut Karrasch jetzt, möglichst kurzfristig und verbindlich für den Zeitpunkt des Inkrafttretens die maßgebenden Grundlagen zu schaffen, um unmittelbar in die Umsetzung übergehen zu können. Auch bei der Arbeitsagentur stünden ausreichend Mittel zur Verfügung. „Die Zusammenarbeit der Akteure vor Ort jedenfalls ist sehr gut“, loben Karrasch und Einhaus übereinstimmend.

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