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Zettel mit fremdenfeindlicher Parole aufgehängt

Peine Zettel mit fremdenfeindlicher Parole aufgehängt

Peine. „No More Refugees“ (deutsch: „Keine weiteren Flüchtlinge“): Zahlreiche dieser Zettel mit fremdenfeindlichen Parolen hängen derzeit im Peiner Stadtgebiet. Unbekannte bekleben an zentralen Stellen Schilder, Türen und Bushaltestellen mit den Parolen.

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„No More Refugees“ („Keine weiteren Flüchtlinge“): Dieser Zettel wurde auf das Willkommensschild der Stadt Peine an der Werderstraße geklebt.

Quelle: Ulf Jasmer

Sie wenden sich anonym gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, die in der Fuhsestadt Zuflucht vor dem Krieg und dem Elend suchen.

Der Peiner Ulf Jasmer ist schockiert: „Ich wollte über die Werderstraße in die Innenstadt fahren, als mir auf dem Willkommensschild der Stadt Peine der Zettel auffiel, der dort gut sichtbar mit Klebeband angebracht war. Darauf stand in großen Buchstaben der fremdenfeindliche Spruch.“ Jasmer fand an der benachbarten Bushaltestelle ähnliche Zettel, die er alle sofort entfernte. „Ich finde es falsch, wenn man heimlich diese Zettel anbringt und so die hilfesuchenden Flüchtlinge diffamiert“, so der Peiner. Das sieht Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) auf PAZ-Anfrage genauso: „Es gibt in der Gesellschaft natürlich Personen, die die vielen Flüchtlinge als ein Problem ansehen. Die Tatsache, dass man diese Ansicht anonym äußert, ist traurig, denn so hat man keine Chance des Dialogs. Die Anonymität spricht leider für politische Kräfte, die damit die Stimmung in der Bevölkerung beeinflussen wollen.“

Kessler habe aber den Eindruck, dass die Einstellung der breiten Mehrheit in der Bevölkerung eine andere sei, sonst wäre auch die enorme ehrenamtliche Hilfe nicht erklärbar. Und weiter: „Ich bleibe aber bei meiner Ansicht, dass wir uns auf Dauer nur um Kriegsflüchtlinge kümmern und nicht alle Armutsflüchtlinge dieser Welt versorgen können.“ Die Polizei will ab jetzt besonders die Augen aufhalten, um dieses heimliche Bekleben zu unterbinden.

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