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Zehn Tote: Lokführer des Peiner Zugs vor Gericht

Peine Zehn Tote: Lokführer des Peiner Zugs vor Gericht

Knapp ein Jahr nach dem schweren Zugunglück in Sachsen-Anhalt mit zehn Toten und mehr als 20 Verletzten hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Lokführer des damals verunglückten Güterzuges der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter erhoben. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Tötung in zehn Fällen.

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Trümmerfeld: Die Züge rasten mit je 100 Stundenkilometern aufeinander zu.

Peine. Das Zugunglück hatte sich am 29. Januar 2011 gegen 22.30 Uhr auf der eingleisigen Strecke bei Hordorf in Sachsen-Anhalt ereignet. Ein Güterzug der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter war mit einem Personenzug des Harz-Elbe-Express’ zusammengestoßen. Zehn Menschen starben, 22 wurden zum Teil schwer verletzt. Der Peiner Güterzug hatte Kalk für das Stahlwerk in Salzgitter geladen.

Nach einer Untersuchung des Bundesverkehrsministeriums soll der damals 40-jährige Lokführer zwei Haltesignale ignoriert haben. Das bestätigte später das Eisenbahn-Bundesamt. Berichte, dass sich der Lokführer zum Zeitpunkt des Unglücks nicht auf der ersten Lok an der Spitze des Zuges aufgehalten haben soll, wurden seinerzeit  nicht bestätigt.

Die Salzgitter AG versprach im Februar laut Konzern-Sprecher Bernd Gersdorff eine schnelle Hilfe für die Hinterbliebenen der Toten. Die Salzgitter AG zahlte daraufhin einen unbekannten Betrag in den Hilfsfonds ein.

Der Aufprall der Züge war so gewaltig, dass der Zug des Harz-Elbe-Express von der Schiene geschleudert wurde. Experten vermuteten, dass beide Züge mit der auf der Strecke zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern unterwegs waren.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft gegen den Lokführer des Peiner Güterzuges lautet auf fahrlässige Tötung in zehn Fällen und fahrlässige Körperverletzung in 22 Fällen sowie auf Gefährdung des Bahnverkehrs. Ein Termin für den Prozess stehe noch nicht fest.

pif

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