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Zahl der Straftaten in Peine ist gesunken

Peine Zahl der Straftaten in Peine ist gesunken

Kreis Peine. Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Allerdings gelang es der Polizei im gleichen Zeitraum nicht, die Zahl der aufgeklärten Delikte zu steigern.

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Kriminalitätsstatistik: Polizei-Chef Thorsten Kühl (l.) und Kripo-Chef Michael Sock stellten die aktuellen Zahlen vor.

Quelle: Thorsten Pifan

Auch die Aufklärungsquote (55,4 Prozent) ging zurück. Peines Polizei-Chef Thorsten Kühl und Kripo-Chef Michael Sock stellten gestern die aktuelle Kriminalitätsstatistik 2015 vor.

Insgesamt zählte die Peiner Polizei 6547 Strataten, 113 Fälle weniger als 2015. Aufgeklärt wurden 3624 Delikte. Die Polizei ermittelte gegen 2848 Verdächtige. Es gab 1036 Opfer.

Sorge bereitet den Beamten der starke Anstieg der Wohnungseinbrüche um 59 Fälle auf 290 Delikte. „Wir haben die Streifen verstärkt und setzen einen Schwerpunkt, um die Sicherheit der Bürger zu erhöhen“, betonte Kühl. Erste Erfolge seien schon sichtbar, denn die Zahl der Einbrüche sei in den ersten Monaten des neuen Jahres gesunken.

Kühl sagte aber auch, dass es sich für die Bürger lohne, sich gegen Einbrüche zu schützen. Denn in 93 Fällen blieb es beim Einbruchsversuch. In diesem Zusammenhang forderte Kühl die Bürger auf, sich bei der Polizei zu melden, wenn sie verdächtige Beobachtungen machen. Es sei aber nicht sinnvoll mögliche Täter anzusprechen, um sie zu verjagen. „Wir wollen sie ja fassen, um weitere Straftaten zu verhindern“, sagte Kühl.

Erfreuliche Nachrichten gibt es bei der Jugendkriminalität. Denn die Zahl der Verdächtigen ist stark gesunken. „Auffallend ist, dass die Zahl derjenigen, die viele Straftaten begehen, steigt“, sagte Sock. Zurzeit hat die Polizei 13 Täter im Visier, die an der Schwelle stehen als Intensivtäter eingestuft zu werden.

Für Schlagzeilen hatte im September vergangenen Jahres eine Massenschlägerei am Peiner Bahnhof gesorgt. Zur Aufarbeitung hat die Polizei eine Ermittlungsgruppe gegründet, die inzwischen 29 Beteiligte ermittelte. Seinerzeit waren Kurden und Syrer aufeinander losgegangen. Auslöser war eine private Meinungsverschiedenheit, die keinen politischen Hintergrund hatte.

Rückläufig sind die Zahlen auch beim Fahrraddiebstahl und zwar um beachtliche 29 Prozent. „Wir haben im vergangenen Jahr einen Serientäter ermittelt, der sich als Asylbewerber in Peiner aufgehalten hat, inzwischen aber ausgereist ist“, sagte Sock.

Auffallend sei die Zahl der Autoaufbrüche. Sock und Kühl mahnten, keine Wertgegenstände sichtbar im Auto liegen zu lassen.

pif

Ein Viertel der Verdächtigen sind Ausländer

Kreis Peine. Der Anteil der Tatverdächtigen ohne deutschen Pass ist nach 2014 auch im vergangenen Jahr gestiegen. 26,5Prozent der insgesamt 2848Straftäter sind Ausländer. Der Anteil der Asylbewerber bei den Verdächtigen liegt bei 5,9Prozent.

Dabei betont Polizei-Chef Thorsten Kühl, dass es viele reisende Täter gibt, die nicht im Peiner Land leben. Umgekehrt gebe es auch Täter, die in Peine leben, hier aber offenbar keine Straftaten begehen. Kripo-Chef Michael Sock sagte: „Wir haben im Landkreis Peine zum Beispiel nicht das Phänomen des sogenannten Antanzens, bei dem Täter ein potenzielles Diebstahls-Opfer ablenken, um es dann zu bestehlen.“ Allerdings hätte für einige Zeit eine Gruppe Algerier in Peine gelebt, die zum Beispiel in Braunschweig als Täter aufgefallen sei. Seit einiger Zeit sei diese Gruppe aber nicht mehr aufgefallen.

Insgesamt fällt auf, dass ausländische Straftäter bei einigen Delikten überdurchschnittlich präsent sind. Das gilt zum Beispiel für Diebstahlsdelikte. Dabei sind 42,1Prozent der Verdächtigen Ausländer. Noch deutlicher wird dies bei Ladendiebstählen und schweren Delikten, bei denen jeweils etwa 54Prozent der Täter keinen deutschen Pass haben. Kühl sagte: „Es fallen immer wieder Banden auf, die gewerbsmäßigen Diebstahl betreiben. Als Ladendiebe sind zurzeit zum Beispiel häufig Georgier aktiv, die sich als Asylbewerber in Deutschland aufhalten.“

Asylbewerber, die in Peine leben, fallen aus Sicht der Polizei nicht besonders auf. „Im Umfeld der Ilseder Gebläsehalle haben wir zum Beispiel keinen einzigen aktenkundigen Fall von Diebstahl“, so Kühl. In anderen Einrichtungen gebe es zwar Verdächtige, deren Zahl liege aber nicht über dem Durchschnitt.

pif

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