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Zahl der Asylbewerber in Peine steigt auf den höchsten Stand seit 1994

Peine Zahl der Asylbewerber in Peine steigt auf den höchsten Stand seit 1994

Peine. Die Zahl der im Stadtgebiet untergebrachten Asylbewerber wird in den nächsten Monaten voraussichtlich auf den höchsten Stand seit 1994 ansteigen. Damals hielten sich in Folge der Kriegshandlungen im ehemaligen Jugoslawien 400 Flüchtlinge in Peine auf. Derzeit sind etwa 80 Asylbewerber aus 20 Ländern in den Unterkünften am Lehmkuhlenweg und der Fritz-Stegen-Allee sowie in kleineren Wohneinheiten in der Stadt untergebracht. Die Tendenz ist steigend, in den nächsten Monaten könnten bis zu 60 Flüchtlinge dazukommen.

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Asylbewerberheim am Lehmkuhlenweg. Hier sind die meisten Flüchtlinge im Stadtgebiet untergbracht.

Quelle: cb

Die Landesaufnahmebehörde hatte bereits Ende des Jahres eine Erhöhung der Quoten angekündigt. In den vergangenen 14 Jahren waren im Schnitt 65 Flüchtlinge in Peine untergebracht. Diese Zahl wird sich nun aller Voraussicht nach mehr als verdoppeln. Die Kapazitäten in den städtischen Unterkünften seien für die neue Flüchtlingswelle auf jeden Fall noch ausreichend, erklärte Stadtsprecherin Karin Richter gestern auf PAZ-Anfrage. In der Praxis handhabe die Stadt die Belegung bei ausreichend freien Kapazitäten eher großzügig, um den Bewohnern trotz der beengten Umgebung möglichst viel Privatsphäre zu gewährleisten, erklärte Richter.

Die Sprecherin wies zudem darauf hin, dass die zahlenmäßige Zuordnung nicht auf Wunsch einer Kommune, sondern nach einem größenabhängigen Schlüssel erfolge. Diese Quote sei variabel und abhängig von den realen Bedingungen und Asylsuchendenzahlen in Niedersachsen. Der Leiter der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig, Norbert Hein, bestätigte gestern auf PAZ-Anfrage, dass die Asylbewerberzahlen derzeit niedersachsenweit wieder ansteigen. Die meisten Erstanträge auf Asyl seien in diesem Jahr bislang aus Westbalkanstaaten wie Serbien oder Mazedonien gekommen.

Die Kosten für die Unterbringung trägt zwar das Land Niedersachsen, sie müssen allerdings von den jeweiligen Kommunen vorfinanziert werden.

Der im Januar 2012 abgeschaffte Wachdienst habe bislang keine negativen Auswirkungen gehabt, erläuterte Richter. „Der Dienstbetrieb ist weiter gewährleistet, wenn auch mit geringen Einschränkungen. Zum Beispiel sind die Zeiten der Ansprechpartner vor Ort deutlich reduziert worden. Der Kostenaufwand für die Stadt ist aber erheblich gesunken“, so die Sprecherin. Der private Wachdienst hatte zuletzt rund 121000 Euro im Jahr gekostet.

Eine Wiedereinführung des Wachdienstes sei aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen derzeit nicht geplant. Abhängig sei die künftige Entwicklung aber auch von der Einstellung der Asylsuchenden und der Zusammensetzung der Bewohnerschaft. Übergriffe und Straftaten gebe es aktuell schon gelegentlich, eine deutliche Steigerung sei seit der Abschaffung des Wachdienstes aber nicht zu verzeichnen.

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