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Wohnen im Eigentum: Quote liegt bei 64 Prozent

Kreis Peine Wohnen im Eigentum: Quote liegt bei 64 Prozent

Wohnen in den eigenen vier Wänden: Vom Einfamilienhaus bis zur Eigentumswohnung – im Landkreis Peine gibt es rund 37.100 Wohnungen, für die keine Miete bezahlt werden muss. Denn ihre Eigentümer nutzen sie selbst. Die Wohneigentumsquote im Kreis Peine liegt damit bei rund 64 Prozent.

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Peine. Wohnen in den eigenen vier Wänden: Im Landkreis Peine gibt es rund 37 100 Wohnungen und Häuser, für die keine Miete bezahlt werden muss. Die Wohneigentumsquote im Kreis Peine liegt bei rund 64 Prozent, in der Stadt bei 54 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Regional-Untersuchung zum Wohneigentum hervor, die das Pestel-Institut in Hannover gemacht hat. Der Landkreis Peine steht damit vergleichsweise gut da – der Bundesdurchschnitt liegt bei 45 Prozent.

Dennoch: „Deutschland ist weit weg von einem Wohneigentümer-Land und schneidet im Europa-Vergleich schlecht ab (siehe auch Übersicht)“, heißt es in der Untersuchung. Auch vor diesem Hintergrund sieht das Pestel-Institut beim Wohneigentum im Peiner Land trotz guter Werte „noch Luft nach oben“.

Denn es gebe eine neue „Verlierer-Generation“: „Insbesondere die 25- bis 40-Jährigen können sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten. Immer mehr von ihnen sind gezwungen, zur Miete zu wohnen. Dabei gehören gerade die Jobstarter und Familiengründer eigentlich zur typischen Klientel für Wohnungskauf und Hausbau“, sagt der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther.

Immerhin handele es sich bei den Mittzwanzigern bis Enddreißigern um eine starke Bevölkerungsgruppe: Rund 20 800 Menschen dieser Altersgruppe leben im Kreis Peine, davon allein rund 8100 in der Stadt Peine. Ihre Chance auf Wohneigentum ist stark gesunken: „Bei den 25- bis 40-Jährigen ist die Eigentumsquote innerhalb von zwölf Jahren um 9,8 Prozent zurückgegangen“, sagt Matthias Günther. Er beruft sich dabei auf Zahlen aus dem neuesten Mikrozensus.

„Die eigenen vier Wände rangieren bei vielen zwar ganz oben auf der Wunschliste. Aber es hapert oft an guten Bedingungen für eine solide Finanzierung. Daran ist auch eine unsichere berufliche Perspektive schuld: Häufig werden gerade jungen Menschen nur Zeitverträge angeboten. Für einen Immobilienkredit wären allerdings unbefristete Jobs notwendig. Vor allem aber fehlt eine staatliche Unterstützung für Wohneigentum, das die Menschen anschließend für sich selbst nutzen“, so der Institutsleiter.

Mit der Abschaffung der Eigenheimzulage sei die letzte Förderung von Wohneigentum in Deutschland faktisch eingestellt worden. Und das schon vor elf Jahren. Dies räche sich nun: „Wohneigentum ist nämlich ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge. Und die kommt bei vielen jetzt zu kurz. Immerhin ist die eigene Wohnung die einzige Alterssicherung, die – unabhängig von jeder Schwankung bei der Rentenhöhe – im Alter verlässlich genutzt werden kann“, so Günther.

Die Initiative  „Wohn-Perspektive Eigentum“ appelliert an die heimischen Bundestagsabgeordneten, den Wunsch der Bevölkerung nach Wohneigentum ernst zu nehmen.

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