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„Wir haben uns als Peiner SPD im Sturm behauptet“

Bundestagswahl „Wir haben uns als Peiner SPD im Sturm behauptet“

Der Schock sitzt tief nach dem Ergebnis der Bundestagswahl im Wahlkreis Peine-Gifhorn. Die Kandidaten Hubertus Heil (SPD) und Ewa Klamt (CDU) haben die negativen Ereignisse noch nicht ganz verdaut.

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SPD-Generalsekretär Hubertus Heil (von rechts) gab gestern mit dem SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier eine Stellungnahme zum schlechten Abschneiden der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl ab.

Quelle: dpa

Zwar hat sich Heil das Direktmandat nach Berlin zum dritten Mal in Folge mit 40,5 Prozent der Erststimmen geholt, musste jedoch einen massiven Stimmenverlust (-10,6) hinnehmen. Schlimm sieht es bei den Zweitstimmen aus. Hier rutschen die Sozialdemokraten mit 32,9 Prozent (-13,5) noch hinter die CDU, die 33,3 Prozent (+0,9) holt.

Hubertus Heil gibt trotz des Erfolges gegenüber der PAZ zu: „Das ist bundesweit eine bittere Niederlage, die ich nicht schönreden möchte. Doch wir haben uns als Peiner SPD im Sturm behauptet und uns gegen den Bundestrend gestellt. Darauf bin ich stolz.“ Der SPD-Generalsekretär weist auch darauf hin, dass der Wahlkreis Peine-Gifhorn kein klassischer SPD-Wahlkreis ist, „den man einfach mal nebenbei gewinnen kann“.

Bleibt Heil Generalsekretär?

Der Wahlkampf sei hart und körperlich anstrengend gewesen. Heil will jetzt intensiv analysieren, warum er viele Stimmen vor Ort verloren hat. Doch seine Schwerpunkt-Themen sollen weiter Arbeit, Bildung und Verkehrs-Infrastruktur bleiben. Daneben sei noch unklar, ob der Peiner SPD-Generalsekretär bleiben wird. Das entscheide sich auf dem Parteitag im November. „Klar ist aber, dass ich meinen Beitrag dazu leisten werde, damit die SPD zu neuer Stärke kommt“, betont der 36-Jährige.

Auch Ewa Klamt ist nicht zufrieden mit dem Wahlergebnis und kann sich über den Zugewinn der CDU in Peine und Gifhorn nicht freuen – er ist zu mager ausgefallen. Und das bedeutet, dass die CDU-Kandidatin trotz des eigentlich sicheren 15. Landes-Listenplatzes nicht in den Bundestag einziehen wird. Warum? 16 Christdemokraten haben in Niedersachsen das Direktmandat gewonnen, und deswegen kommen nur die ersten fünf der CDU-Liste nach Berlin.

Klamt sagt der PAZ: „Das ist natürlich eine Riesen-Enttäuschung für mich, und ich räume gerade gemeinsam mit meinen Gifhorner Mitarbeiterinnen das Wahlbüro. Aber ich falle in kein Loch und schaue nach vorne.“ Die 59-Jährige wird jetzt gemeinsam mit ihrem Mann eine Woche an der Ostsee ausspannen, um über die Zukunft nachzudenken.

„Klar ist, dass ich in meiner Heimatstadt Gifhorn bleiben werde, und vielleicht arbeite ich wieder als Fremdsprachen-Dozentin an der Volkshochschule“, erklärt die ehemalige Europa-Abgeordnete der CDU, die sehr wahrscheinlich nicht wieder nach Brüssel zurückkehren wird – „obwohl es bereits Angebote gibt“.

Düster sieht es vor allem für die Peiner Kreis-CDU aus, denn da es keinen heimischen Bundestags- oder Landtagsabgeordneten mehr gibt, fließt auch kein Geld mehr. Somit droht laut gut unterrichteter Kreise die Schließung des Kreisbüros an der Peiner Kantstraße.

tk

Hintergrund

Das sagen die Wähler in Peine

Wenig überrascht zeigten sich die Peiner Wähler von den Ergebnissen der Bundestagswahl. So sei beispielsweise der massive Stimmenverlust der SPD vorauszusehen gewesen, sagt die 63-jährige Gertrud Bendau aus Vöhrum. Sie freut sich darüber, dass es der CDU trotzdem nicht gelungen ist, die SPD-Wählerstimmen zu erringen. „Es hätten auch noch weniger Stimmen für die CDU sein dürfen“, betont sie.

Mehr Zuspruch für die SPD hätte sich Sabine Stützer, 51 Jahre alt, aus Peine gewünscht. Sie erwartet eine Verschlechterung, wenn CDU und FDP jetzt das Ruder in Berlin übernehmen.

Unzufrieden mit den großen Parteien ist der 41-jährige Olaf Poggensee aus Hamburg, der zu Besuch in Peine ist. Er sagt: „Ich bin für die Grünen und habe gehofft, dass sie mit in die Bundesregierung kommen. Das hat jedoch leider nicht geklappt.“

web

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