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„Wir haben keine Probleme mit dem Grundwasser“

Peine: Kreislandwirt Henties ist verärgert „Wir haben keine Probleme mit dem Grundwasser“

Verärgert ist der Kreislandwirt Wilfried Henties über den Verein VSR-Gewässerschutz, der die Überdüngung der Felder als Hauptursache für die hohe Nitrat-Belastung im Peiner Grundwasser sieht (PAZ berichtete). Er betont: „Wir haben in Peine keine Probleme mit dem Grundwasser.“

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Ein Landwirt düngt sein Feld mit Gülle. Das ist laut Henties nicht der alleinige Grund, warum das Grundwasser belastet ist.

Quelle: Ingo Wagner

Kreis Peine. So sehr Henties sich auch über den Verein mit „selbsternannten Umweltschützern“ ärgert: Er geht davon aus, dass die Messergebnisse richtig sind. Davon sollte man sich aber nicht erschrecken lassen, schließlich sei die Natur ein atmendes System, das nicht in Excel-Tabellen berechnet werden könne.

„Die Haushalte, die einen Brunnen vor der Tür haben, waren mit Sicherheit einst Selbstversorger“, setzt Henties zur Erklärung an. Neben dem Anbau von Nutzpflanzen, die Nitrat zum Wachstum brauchen, hätten die Bürger auch Vieh gehalten. „Vor 30 Jahren war eine Hausschlachtung noch Tradition“, erinnert sich der Kreislandwirt. Die dadurch entstandene Jauche sei unter anderem in Gruben gelagert worden, von wo aus sie im Laufe der Zeit in das Grundwasser gelangen konnte. Betroffen seien davon alle Kreisgemeinden.

Henties schließt aus, dass ausschließlich die Landwirte an der hohen Nitrat-Belastung schuld seien, schließlich unterliege die Landwirtschaft strenger Kontrollen.

„Ich stehe zum Beispiel in der Pflicht, ein Mal jährlich eine repräsentative Bodenprobe zur Überprüfung des Nitrat-Gehaltes zu ziehen und zu dokumentieren“, schildert der Kreislandwirt. Und weiter: „Allerdings kann man es nicht verleugnen: Im Westen Niedersachsens gibt es durch die höhere Viehdichte einen höheren Anfall an Gülle und Mist, der bei unsachgemäßer Ausbringung zu Problemen im Grundwasser führen kann.“

Zudem solle im kommenden Jahr die Düngeverordnung verschärft werden, was zu einer Minderung des Einsatzes von Gülle und Mist führen werde.

mgb

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Der Wasserverband betont: Das Peiner Trinkwasser ist nicht belastet.

Die Meldungen über hohe Nitrat-Gehalte im Grundwasser haben nach Angaben des Wasserverbandes Peine die Trinkwasser-Kunden verunsichert. „Es gibt keinen Anlass zur Besorgnis“, stellt Olaf Schröder, Geschäftsführer des Verbandes, klar. Und weiter: „Unser Trinkwasser hält die strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein und kann bedenkenlos verwendet werden“.

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