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Winfried Domhof eine Wetterstation in Vöhrum

Vöhrum Winfried Domhof eine Wetterstation in Vöhrum

Vöhrum. In die Luft gucken, Wolken bestaunen, Thermometer-Anzeigesäulen im Blick behalten und Temperaturen vergleichen - Winfried Domhof aus Vöhrum hatte schon als Zwölfjähriger in seiner „Ruhrpott-Heimat“ Freude an der Beobachtung des Wetters.

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„Englische Hütte“: Sie misst Feuchte und Temperatur,

Quelle: uj

Dass der heute 66-jährige, ehemalige Sparkassenbetriebswirt seinen eigentlichen Berufswunsch, als Meteorologe die Launen des Wetters wenn schon nicht zu ergründen, aber zumindest zu beobachten und zu dokumentieren, nicht durchsetzen konnte, stimmt ihn nicht traurig. Aber seit die Domhofs 1979 in Vöhrum sesshaft geworden sind, hat der Himmel über dem Ort keine Chance mehr, das Wetter hinter der subjektiven Wahrnehmung ungeübter Wetterverbraucher zu verstecken.

Denn seitdem registrieren im Garten und auf dem Dachfirst der Domhofs unbestechliche Gerätschaften auf die dritte Stelle hinter dem Komma „das Chaos in der Atmosphäre und dessen Auswirkungen auf uns“.

Wer nun glaubt, dass Domhof seit 36 Jahren auch bei ungünstigen klimatischen Bedingungen täglich drei Mal die häusliche Komfortzone verlassen muss, um Niederschlagsmengen, Temperaturen oder Windgeschwindigkeiten abzulesen und mit klammen Fingern zu registrieren, irrt. Derart romantischen Vorstellungen begegnet Domhof mit einem ausgeklügelten Datenübermittlungs-System, von dem sich beispielsweise Feuchte- und Temperaturmessungen aus der so genannten „englischen Hütte“ direkt auf den „Datenlogger“ in seinem Arbeitszimmer sekündlich übertragen. Ebenso finden die Daten über Niederschlagsmengen und die aktuelle Windgeschwindigkeit via Kabel in das Herzstück der Beobachtungsstation. Mit spezieller Software und Domhofs besonderen Vorliebe für das Tabellenkalkulationsprogramm Excel wertet er das „Wann“, „Wie viel“, „Wie lange“, „Wie oft“ und „Was noch alles interessiert“ wiederum bis hinter die dritte Stelle hinter dem Komma aus.

Die Freude an der Natur mit der Liebe zu Zahlen zu kombinieren sei das tiefe Glücksgefühl, das Domhof aus seiner Leidenschaft beziehe. In die bloße Langzeit-Wetterbeobachtung mische sich aber auch seine Besorgnis über den zweifelsfrei nachzuweisenden Klimawandel. Nicht politische Entscheidungen würden nach seiner Meinung den dafür verantwortlichen Kohlendioxid-Ausstoß zur Rettung des Klimas beeinflussen sondern die möglichst noch rechtzeitige Entwicklung von Speichermedien für Sonnen- und Windenergie.

Großen Wert legt der Freizeit-Meteorologe auch auf die Feststellung, keine Wetterprognosen abzugeben, da es die hundertprozentige Trefferquote eben nicht gebe.

Mit dieser Einstellung umgehe er beispielsweise auch im ehelichen Umfeld elegant riskante Fehleinschätzungen mit den damit verbundenen Folgen, sagt er und lacht. Dem Wetter widmet er übrigens nicht seine ganze Leidenschaft: Inzwischen ist Domhof auch Vorsitzender des Weltladens, zuvor diente er 30 Jahre dem Kreisverband Peine des Roten Kreuzes als Schatzmeister. Denn als Ex-Banker weiß er: Ob Geldnot oder Klimawandel - die Zahlen bringen es an den Tag.

uj

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