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Wimperntusche für 250 Euro gestohlen

Peine/Hildesheim Wimperntusche für 250 Euro gestohlen

Wegen schweren räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung verurteilte das Jugendschöffengericht im Landgericht Hildesheim einen 20-jährigen Litauer zu acht Monaten Haft auf Bewährung.

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Fällte das Urteil: Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Volker Heckemüller mit Beisitzer Andreas Garschler.

Quelle: hui

Mit dieser Beute konnte der Automechaniker (20) aus Litauen selbst gar nichts anfangen: 20 Wimperntusche-Stifte hatte er kurz vor Weihnachten 2014 in einem Supermarkt am Friedrich-Ebert-Platz in Peine eingesteckt - und sich gegen einen Kaufhausdetektiv mit rabiaten Reizgas-Einsätzen gewehrt.

Wegen schweren räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung verurteilte ihn jetzt das Jugendschöffengericht im Landgericht Hildesheim unter Vorsitz von Richter Volker Heckemüller zu acht Monaten Haft auf Bewährung.

Er habe in England gearbeitet und sei nur auf der Durchreise in seine Heimat gewesen, beschrieb der Angeklagte. In dem Supermarkt habe er etwas gegessen. Warum er dann noch die 20 Mascara-Stifte ohne Bezahlung einsteckte, könne er sich nicht erklären, ließ er über die Dolmetscherin mitteilen.

Als er das Geschäft mitsamt den Schmink-Stiften unter seiner Jacke verlassen wollte, bemerkte er, dass ihn ein Detektiv (33) verfolgte. Beim Weglaufen stolperte er über einen Blumenkübel. Aber als der Detektiv ihn eingeholt hatte, sprühte ihm der junge Mann Pfefferspray ins Gesicht. Doch der Detektiv nahm die Flucht wieder auf und konnte ihn nach einer längeren Verfolgungsjagd und weiteren Reizgas-Attacken stellen. Der Kaufhausdetektiv erlitt eine Augenverätzung und wurde für zwei Tage krank geschrieben. Der Delinquent entschuldigte sich bei ihm für die Verletzungen.

Seit seiner Festnahme vor gut acht Wochen saß der junge Mann in Untersuchungshaft, die ihn nachhaltig beeindruckt habe, erklärte Verteidiger Manfred Christian. Der Führungsbericht aus der Jugendhaftanstalt Hameln war positiv ausgefallen. Jedoch war er bereits 2010 in Rostock wegen Ladendiebstahls aufgefallen, was er hier zunächst geleugnet hatte.

Er wollte seinerzeit zurück in seinen Heimatort, wo seine Freundin gerade ein gemeinsames Kind zur Welt gebracht hatte, erklärte der 20-Jährige. Das habe er immer noch vor, um seinen nunmehr zwei Monate alten Sohn endlich zu sehen.

Falls er demnächst vorhabe, dauerhaft in Deutschland zu wohnen, müsse er sich an die Bewährungsauflagen halten, mahnte der Richter. Das gelte auch für weitere Durchreisen. Die Strafe ist für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Staatsanwältin Sarah Reetz hatte ein Jahr und zwei Monate Haft auf Bewährung gefordert.

hui

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